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Time to say goodbye

Über diesen Schritt habe ich lange nachgedacht, aber ich muss ihn tun und mein Blog leider vorerst auf Eis legen, auch wenn es mir sehr schwer fällt. Ihr habt es sicherlich auch gemerkt, dass ich in letzter Zeit nicht besonders regelmäßig gebloggt habe, weil ich einfach keine Zeit hatte. Meine Arbeit und andere Dinge in meinem Leben nehmen mir im Moment die Zeit und auch die Motivation dafür. Daher muss ich mich erst einmal auf diese anderen Sachen konzentrieren, einiges abarbeiten, anderes vorbereiten, einiges in den Griff bekommen und noch mehr organisieren. Es ist im Großen und Ganzen einfach nicht mein Jahr und ich setze meine Hoffnungen einfach mal auf 2015.

Ich liebe meinen Blog, den es inzwischen seit vier Jahren gibt, und es fällt mir nicht leicht, mein Baby auf einer Eisscholle auszusetzen, aber ich hoffe, dass ich in einigen Monaten wieder mit neuer Kraft zurück bin. Der Blog bleibt weiterhin online.

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute und hoffe, dass ihr wieder mitlest, wenn es irgendwann weiter geht,

Jana

© janavar

Freche Kater

Canavar ist einerseits ein totaler Schisser, der sich bei jedem lauten Niesen erschreckt, andererseits aber furchtbar gerne den Dicken markiert. So stellt er sich gerne in den Hausflur und miaut das ganze Haus zusammen. Man soll ihn wohl auf keinen Fall überhören. Seitdem wir umgezogen sind, lasse ich ihn öfter mal im Haus spazieren gehen. Zuerst ist er nur bis unters Dach spaziert und hat den Tauben darauf zugehört. Später hat er den Keller aka Rumpelkammer entdeckt und streunert dort nun am liebsten herum.

Letzten Montag war besonders frech und ist morgens, als ich aus dem Haus musste, vor mir aus der Tür und in den Keller gerannt. Trotz meiner minutenlangen Lockversuche mit gutem Zureden und sogar dem Rascheln seines Lieblingsfutters kam er hinter einem großen Holzhaufen nicht hervor und mir blieb am Ende nichts anderes über als zum Bus zu gehen. Ich stellte noch eine Schale Lieblingsfutter vor die Wohnungstür und hoffte den ganzen Vormittag, dass er nicht noch ganz aus dem Haus laufen würde.

Als ich dann am Nachmittag wieder nach Hause kam, miaute er mich schon auf der Treppe leicht verärgert und blickte mich ganz vorwurfsvoll an, wie ich ihn nur hatte aussperren können. Hocherhobenen Schwanzes stolzierte er in die Wohnung, legte sich auf mein Bett und schlief einige Stunden lang.

Genauso frech wie Canavar ist bestimmt auch Kater Likoli von www.likoli.de*, von dem ich vor einigen Wochen eine E-mail bekam, ob ich nicht eines seiner T-Shirts testen wolle. Wollte ich und suchte mir aus der großen Auswahl natürlich eines mit einem weiteren frechen Kater darauf aus. Noch toller wäre es, wenn es auf der Webseite eine Suchfunktion gäbe, z.B. nach den vielen verschiedenen Tieren.

Das Shirt wurde dann direkt zu meiner Freundin geschickt, die es mir nun mitbrachte, als sie in ihren Herbstferien mich besuchte. Ich liebe das T-Shirt, schon weil es so schön weich ist. Außerdem passt mir die S wie angegossen. Nun habe ich ein weiteres Shirt in meiner inzwischen recht großen Katzenshirtsammlung – da freuen sich meine Schüler dann wieder, wenn sie ein neues an mir entdecken. Ich habe übrigens Glück, dass Canavar nicht auf dem T-Shirt schläft, weil Blau nicht seine Farbe ist – er schläft am liebsten auf schwarzen Flächen, wohl weil er da am besten getarnt ist.

* Das T-Shirt wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

© Janavar

Immer wieder sonntags #67

Manchmal frage ich mich, was ich falsch mache. Am häufigsten kommt mir dieser Gedanke an Freitage. An diesem schon morgens um neun, als mir auf dem Weg zur Arbeit im Gehen die Augen zufielen und mich nur noch ein Venti Starbucks-Kaffee retten konnte. Als ich mich nach über sieben Stunden ohne eine richtige Pause (ok, ich gesetehe, ich bin in einer Unterrichtsstunde einfach mal schnell auf die Toilette gegangen) wieder nach Hause schleppte, wollte ich nicht einmal mehr denken, sondern nur noch ins Bett kippen.

Mein Problem ist, dass ich gerne viel arbeite, egal was ich behaupte. Ich habe schon immer die besten Ergebnisse unter Stress und Druck abgeliefert bzw. mache mir auch ganz gerne dieselben. Allerdings bin ich auch zunehmend unzufrieden, dass ich dadurch die meiste Zeit meiner Wochenende horizontal und im Tiefschlaf verbringe. Ich und der Kater kommen wohl fast auf gleich viele Stunden Schlaf. Aber wie sich das ändern lässt, ist mir noch nicht klar. Ich werde darüber nachdenken und hoffe auf eine ruhigere Woche …

|Gesehen| nichts
|Gelesen| I heart London
|Gehört| The Killers
|Getan| gearbeitet, auf der Istanbul Fashion Week zwei Shows gesehen
|Gegessen| Kichererbsen, Pizza, Lasagne
|Getrunken| Wasser, Kaffee, Salbeitee
|Gedacht| Ich hasse abwarten.
|Gefreut| als meine beste Freundin nach Istanbul gekommen ist
|Gelacht| immer wieder mal
|Geärgert| über zu viel unnötige Arbeit und wenig mitdenkende Mitmenschen
|Gewünscht| eine gewisse, erlösende Email
|Gekauft| ein Paar Herbstschuhe, einen langen schwarzen Rock
|Geklickt| Blogs

Canavar schläft sehr viel.//Die Taube ist in Sultanahmet am Springbrunnen herumstolziert.

Meine Freundin, die Designerin ist, hat mich mit zur Istanbul Fashion Week genommen, was ich sehr spannend fand.

© Janavar

Beauty: My everyday makeup routine

Ich gehöre zu den Frauen, die das Haus selten ohne Make-up verlassen und auf gar keinen Fall, wenn ich zur Arbeit gehe. Über die Jahre habe ich mir eine Routine angewöhnt, so dass ich mich auch im Halbschlaf, noch vorm ersten Kaffee, bei schlechtem Licht und in größter Eile – alle vier Bedingungen sind fast täglich gegeben – schminken kann. Nur ohne Spiegel habe ich es noch nicht versucht, möchte ich aber eigentlich auch nicht. Da ich ein kleiner Beautyjunkie bin, weshalb ich mich übrigens weiterhin an mein Shoppingverbot [lies hier] halte (und die drei Nagellacke von neulich zählen nicht), ändere ich gerne mal die Produkte meiner morgendlichen Schminkroutine. Im Moment sind diese meine Lieblinge:

Die Hello Flawless Oxygen Wow Foundation in Ivory von Benefit habe ich mal im Sommerschlussverkauf zum halben Preis gekauft und benutze sie im Moment täglich. Sie deckt gut ab und hält den ganzen Tag. Meine Augenringe decke ich mit dem Cosline Concealer ab, der mal in einer Glossybox war und in der Stiftform richtig einfach zu benutzen ist. Auf meine Augenbrauen kommt der Eye Brow Stylist von Catrice in Brow-n-eyed Peas.

Auch praktisch ist der Eye Shadow Pencil in Champagne von Sumita, zumal ich nichtmal einen Pinsel für den Lidschatten hervorholen muss. Dank viel Übung klappt mein Lidstrich inzwischen gut und im Moment benutze ich den Liquid Star Liner 01 von Artdeco, der so fest hält, dass selbst mein Entferner für wasserfestes Make-up eine Weile braucht, um ihn wegzuwischen. Mit zwei Schichten der get Big! Lashes Mascara von Essence wird mein Augen-Make-up fertig.

Zum Schluss pinsele ich noch mit meinen Lieblingspinseln von Real Techniques, die es hier in der Türkei in mehreren Drogeriemärkten zu kaufen gibt, etwas Rouge, im Moment entweder das Mineral Blush in Desert Rose von Bellápierre oder das Blush Soufflé aus der Ballerina Backstage LE von Essence auf meine Wangen und das Essence fix & matte! loose powder ins ganze Gesicht, weil es meine Haut den ganzen Tag mattiert. Auf meine Lippen kommt die Revlon Lipbutter in Macaroon für etwas dezente Farbe – und das alles schaffe ich normalerweise in etwa sieben Minuten, bevor ich halb zum Bus renne.

© Janavar

Turkey Tuesday: Die Atatürk-Talsperre

In der letzten Woche habe ich euch Fotos gezeigt, als ich eine kleine Ruhepause am Ufer des Atatürk-Stausees im Südosten der Türkei eingelegt habe [hier]. Zum großen Stausee gehört natürlich auch eine riesige Talsperre, die ich unbedingt noch ansehen wollte, bevor ich ganz schnell zurück zum Flughafen nach Gaziantep zurückfahren wollte. Wobei, so schnell ging es am Ende leider nicht …

Weil die Talsperre nicht besonders gut ausgeschildert war, wie ich fand – aber ich beschwere mich ja inzwischen schon in fast jedem Turkey Tuesday Post über die schlechten oder nicht vorhandenen Wegweiser in der Türkei – habe ich am Ende den ersten Ort gewählt, der so aussah, als könnte er der sein, den ich suchte. Zumindest parkten viele Autos am Straßenrand und dort stellte ich mein geliebtes Mietauto ebenfalls ab. Daneben gab es einen hübschen Aussichtspunkt auf die Talsperre und ein Café, für das ich leider auch keine Zeit mehr hatte.

Die Talsperre, die seit etwa 1992 in Betrieb ist, dient sowohl der Stromgewinnung als auch der Bewässerung. Durch sie wurden allerdings auch historische Stätten überflutet und etwa 60.000 Menschen umgesiedelt, weil ihre Dörfer ebenfalls in den Fluten verschwanden.

Ich fand es sehr beeindruckend, einen Teil der Konstruktion zu sehen. An anderen Stellen auf dem See soll inzwischen wohl sogar Wassersport wie Surfen betrieben werden, was ich leider nicht sehen konnte. Ich hatte zwar die glorreiche Idee, mit dem Auto noch schnell etwas weiterzufahren, um noch mehr zu sehen, aber:

Als ich elegant mein Auto in drei Zügen wenden wollte, bin ich mit den Vorderrädern von der Straße in den Graben gerutscht und kam nicht mehr zurück. Das Auto stand halb auf der Straße und ich stellte schnell fest, dass ich die absolut einzige Stelle weit und breit erwischt hat, um mich festzufahren.

Freundlicherweise stieg der Herr im Auto hinter mir aus und bot mir sofort Hilfe an. Innerhalb weniger Minuten hatte er alle Männer in der Nähe mobilisiert, die der einzigen Ausländerin weit und breit gerne halfen. Nach etwa einer halben Stunde, in der ich schon mächtig schwitzte, weil ich nicht mehr so viel Zeit bis zu meinem Flug hatte, hatten sie mein Auto zurück auf die Straße gehoben und gaben mir noch den Tipp, der Autovermietung auf keinen Fall von dem kleinen Zwischenfall zu erzählen, zumal am Auto zum Glück nichts zu sehen war.

Ich raste also mit vollem Karacho die fast 200 km zurück nach Gaziantep zum Flughafen, schwitzte weiter, weil ich nicht wusste, ob das Benzin reichen würde und hoffte einfach, dass ich meinen Flug noch ganz knapp schaffen würde. Habe ich am Ende zum Glück. Ich weiß nicht, ob der Typ von der Autovermietung überhaupt noch vom Parkplatz wegfahren konnte, weil der Tank definitiv absolut leer war – in der Türkei nimmt man ein Auto mit leerem Tank entgegen und gibt es auch wieder benzinfrei ab. Ich war da schon im Flughafengebäude verschwunden.

© Janavar

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