Ich packe meinen Koffer …

… und versuche, so wenig wie möglich mitzunehmen, weil der Koffer wirklich klein ist und ich nur zwei Tage in Izmir bin. So einfach fällt mir das Beschränken auf wenige Sachen aber nicht, ich tendiere dazu, immer zu viel mitzunehmen. Für den Notfall halt. Deshalb sieht es meistens so aus, als würde ich zehnmal länger wegbleiben als geplant. Weil ich aber schon zweimal in Izmir war, weiß ich, dass es dort an der Ägäis zumeist beständige Wetterlagen und keine bösen Überraschungen gibt. Für dieses Wochenende sind sogar 30 °C vorausgesagt, ein sehr früher Sommer.

Deshalb brauche ich zum Glück auch nicht so viele Klamotten. Abgesehen von einem leichten Nachthemd packe ich einen Bikini ein und hoffe, dass wir an den Strand auf der Halbinsel Çeşme fahren. Außerdem ist mein Lieblingsjeansrock von Only dabei und ein einfaches schwarzes T-Shirt, das zu allem passt. Die Shorts von Zara sind ein Experiment, mal sehen, ob ich sie überhaupt anziehe. Die türkische Gesellschaft kann mit knappen Höschen/Röckchen außerhalb des Strandes leider nicht besonders gut umgehen. Dazu würde auf jeden Fall mein Katzenshirt passen. Immer dabei werde ich das große pinke Tuch haben, mit dem ich zu Not meinen halben Körper bedecken kann, z.B. bei einer Moscheebesichtigung. Und der dunkelgrüne Pullover von Primark ist für die doch noch kühlen Abende, nicht dass ich noch ein paar Tage vor meinem Geburtstag richtig krank werde.

Bei den Beautyprodukten setze ich so gut es geht auf Proben oder wirklich kleine Packungen. Besonders mag ich die Minizahnseide. Auf die asiatischen Proben, die bei ebay-Bestellungen meistens kostenlos beiliegen, bin ich auch gespannt. Nur beim Shampoo muss die große Flasche mit, weil ich es perfekt für meine Haare finde und keine Experimente starten will. Das Makeup in der Hitze wird einfach bleiben: Lidstrich, Lidschatten, Wimperntusche und Lippenstift. Mehr ist absolut unnötig. Wenn ich dann noch meine Haare hochnehme und meine neue Lieblingskette trage, ist der Kurzurlaub perfekt.

Außerdem dürfen meine Kamera und ein Buch noch mit, das ist dann aber alles, mehr brauche ich nicht … oder?!

Was und vor allem wie viel packt ihr denn für einen Kurztrip ein?

© janavar

Gesammeltes

Heute mal Gesammeltes der letzten Tage:

1) Wie ihr (hoffentlich) erkennen könnt, habe ich etwas am Bloglayout gebastelt. Der Header ist größer und nur noch schwarz-weiß; die Schrift in den Artikeln ist größer und in der Sidebar gibt es auch ein paar Änderungen. So langsam taste ich mich an das CSS ran, ist einfacher als ich dachte – also wenn man die passenden Vorgaben findet … Nun ist also alles mehr schwarz-weiß gehalten, was mir gut gefällt, weil es so schön einfach ist (und wie alle meine Ikea-Möbel aussieht ^^) Ich hoffe, dieses Bloglayout gefällt euch auch!

2) Meine Sinusitis ist zwar nicht ganz weg, aber insgesamt geht es mir gut. Die Woche ist wieder schön ruhig und am Freitag direkt nach der Schule fliege ich mit Freunden für das Wochenende nach Izmir. Darauf freue ich mich total, denn die Stadt an der Ägäis mag ich wirklich gerne. Allerdings sollen es um die 30 °C werden, so dass ich hoffe, dass wir an einem der zwei Tage an den Strand fahren.

3) The Pixelschiebers haben meinen Blog für den “Best-Blog”-Award nominiert. Vielen Dank dafür!

Ich möchte diesmal niemanden nominieren, weil ich den Preis immer an die gleichen geben würde :-) , aber die Fragen dazu fand ich gut und möchte sie deshalb trotzdem beantworten:

1. Wann und warum hast du deinen Blog gegründet?
Im November 2010, weil ich meine Erlebnisse in Istanbul festhalten wollte. Damals war ich ja gerade erst angekommen und alles war gaaaaanz neu und aufregend.

2. Hast du ein Vorbild für deinen Blog?
Nein, obwohl natürlich einige Blogs sehr gut finde und gerne so gut wie sie wäre.

3. Verfolgst du viele Blogs?
Ja, mit der Zeit hat sich so einiges angesammelt, aber ich lese die Einträge auch wirklich gerne!

4. Seit wann interessierst du dich intensiver für das Thema Make-up und Beauty?
Schon seit einer Weile, aber so richtig Spaß macht es, seitdem ich mir alles leisten kann, was ich haben will :-D bzw. jetzt versuche ich ja, mich zu bremsen.

5. Welche Produktmarke hat dich am meisten überzeugt und warum?
Bei Nagellacken Essie, bei Gesichtspflege Clinique, bei Shampoo Shiseido und bei Kosmetik Dior, weil bei allen die Produkte eine tolle Qualität haben, lange halten und für meine Haut/Haare/Nägel genau richtig sind.

6. Hast du eine Lieblings Lippenstift-/Nagellackfarbe?
Das ändert sich ständig, ich habe quasi viele Lieblingsfarben.

7. Welchen Kussmundabdruck hinterlässt du auf Papier?
Einen in einem kräftigen Rot oder Pink.

8. Deine Wohnung steht in Flammen und du hast Zeit 3 Beautyprodukte aus den Flammen zu retten. Welche sind das?
Mein Artdeco Rouge aus der aktuellen LE, das Shiseido-Shampoo und ähm meine Nagellacksammlung?!

9.Worauf kannst du beim Shoppen eher verzichten? Schuhe, Kleidung, Make-Up, Schokolade?
Das hängt vom Stress ab. Bei viel Stress brauche ich viel Schokolade, jetzt im Sommer kaufe ich lieber alles andere.

10. Lippenstift oder Lipgloss?
Lippenstift!

11. Ich verlasse das Haus nie ohne…?
Mein Smartphone und mein Portemonnaie

© janavar

Kochbuchmittwoch: Scharfes vegetarisches Curry

Ich liebe ja asiatisches Essen und vermisse, dass es hier kein indisches Take-away gibt und überhaupt nur viel zu wenige indische Restaurants und in unserem Stadtteil sowieso keines. Deshalb muss ich also Currys selbst kochen, aber auch das ist wieder gar nicht so einfach, denn nur in den ganz großen, extratollen Supermärkten gibt es Currypaste. Leider hat die Paste diesmal das Curry nicht so rot gefärbt, wie ich es gerne gehabt hätte. Aber geschmeckt hat es sehr gut. Eigentlich hatte ich gehofft, dass es so scharf ist, dass der Lieblingsmensch es nicht mag, aber leider hat es ihm trotz der Schärfe geschmeckt ;-) Zu dem Curry gab es Bulgur, weil ich Reis nicht so gerne esse.

Das Curry basiert übrigens auf einem Rezept aus “Skinny bitch. Ultimate everyday cookbook” von Kim Barnouin, ein Spontankauf – später habe ich erst gemerkt, dass das Buch den veganen Lifestyle anpreist. Aber Eiersatz und veganes Hühnchen (?) lassen sich zum Glück auch durch die echten Zutaten ersetzen.

So geht’s:

1. Erhitzt etwas Pflanzenöl in einer großen Pfanne oder einem Topf und dünstet darin zwei klein gehackte Knoblauchzehen an.

2. Fügt 1 Dose Kokosnussmilch, 350 ml Wasser, 1 Päckchen rote Currypaste (=50 g), 1 TL Ingwerpulver und 1 TL Currypulver hinzu und kocht alles für etwa 20 Minuten.3. Erhitzt in einer anderen Pfanne etwas Öl und bratet dort folgendes Gemüse an: 100 g halbierte Champignons, 100 g Zucchini in halben Scheiben, 100 g gewürfelte Aubergine, 100 g klein geschnittene grüne Bohnen. Salzt und pfeffert das Gemüse.

4. Gebt das Gemüse zur Soße und kocht alles zusammen weitere 10 Minuten.

© janavar

Watching the Bosporus

Früher wusste ich nur, dass der Bosporus einen Teil der Grenzlinie zwischen dem europäischen und dem asiatischen Kontinent bildet. Das habe ich im Geographieunterricht noch gelernt, bevor der Unterrichtsinhalt irgendwie völlig an mir vorbeigegangen ist und ich das Fach glücklich abgewählt habe.

Als ich dann vor fast drei Jahren zum ersten Mal in Istanbul war, hat es mich völlig überrascht, dass diese Meerenge sooo groß ist. Genau genommen ist er sogar 30 km lang und mindestens 700 m breit. Auf ihm schippert man vom Marmarameer bis zum Schwarzen Meer. Jeden Tag fahren unzählige Schiffe auf dem Bosporus, allerdings ist der Verkehr für die großen Tanker ganz genau geregelt. Je nach Tageszeit ist die Durchfahrt nur in eine Richtung offen, um Unfälle zu vermeiden – denn gleichzeitig gibt es auch unzählige Touristenschiffe, Fischerboote und die vielen Fähren, die zum Istanbuler Nahverkehr gehören. Außerdem legt von März bis Dezember jeden Tag mindestens ein Kreuzfahrtschiff an.

Der Name Bosporus bedeutet übrigens Rinderfurt, angeblich weil Hera Io, eine Geliebte ihres Ehemannes Zeus, in eine Kuh verwandelte und diese Io-Kuh genau über diese Meeresenge flüchtete. Inzwischen sind zu beiden Seiten des Bosporus aber nur noch Häusermassen zu sehen und im Wasser einige kleine Fische, die von fleißigen Anglern und den Möwen ständig gejagt werden.

Besonders schön finde ich den Blick von Sultanahmet und Eminönü aus. Wenn man es schafft, auf ein Gebäudedach zu gelangen (so wie ich ^^), ansonsten tut es auch der erhöhte Zipfel des Gülhane Parks, kann man ein großes Stück Bosporus beobachten. Man sieht die erste Bosporusbrücke, einige alte Sommerpaläste des Sultans an den Ufern und im Hintergrund schon die ersten Berge des Hinterlandes von Istanbul. Leider ist die Sicht an warmen Tagen Glückssache, da bleibt es oft diesig.

Und dann hatte ich wieder Glück und konnte einen schönen Sonnenuntergang mit tollem Licht erleben. Diese großen Schiffe wie auf dem Bild oben verbinden Europa mit Asien und transportieren jeden Tag tausende Menschen hin und her. Statt einer Bosporustour würde ich jedem sowieso eine billige Fahrt mit einer dieser Fähren empfehlen, denn man sieht fast dasselbe und spart eine Menge Geld und Zeit.

Irgendwann demnächst soll auch der Marmaray fertig sein, der Bahntunnel unter dem Bosporus. Im Moment gibt es außer den Fähren nur noch zwei Brücken, um auf die andere Seite zu kommen. Allerdings war die Eröffnung des Marmaray ursprünglich für 2008 geplant, was immer weiter verschoben wird. Im Moment ist von Mitte 2015 die Rede. Bis 2023 soll es nach Ministerpräsident Erdoğans Wünschen auch einen Istanbul-Kanal, also einen künstlichen Kanal parallel zum Bosporus geben. Warten wir mal ab, was und vor allem wann es passiert. Der Herr hat durchaus viele großangelegte Pläne, naja, schafft ja auch eine Menge Arbeitsplätze …

Der Sultan, und vor ihm der byzantinische Kaiser, hatte übrigens auch eine wunderschöne Sicht auf den Bosporus. Der Palast liegt direkt an der Landspitze zwischen Marmarameer, Bosporus und Goldenem Horn. Der Blick auf die Meerenge bestimmt übrigens auch Mietpreise. Je schöner die Aussicht, umso höher die Miete. Da ist es fast egal, in welchem Zustand das Haus selbst sich befindet.

So gerne ich hier auch alles beobachte, ich fahre danach auch gerne wieder nach Hause und das liegt am Marmarameer, denn da ist es nicht ganz so laut und voll (und es kostet auch weniger ^^).

© janavar

Sommerpläne 2013

Ich liebe es, Pläne zu machen. Da es auf der Arbeit nun ganz schnell ruhiger wird, komme ich endlich dazu, meine drei Monate Sommerferien ganz konkret durchzuplanen. Der derzeitige Stand ist folgender:

sommerpläne

Als erstes möchte ich Ende Juni für etwa zwei Wochen nach Südkorea fliegen und dort auf jeden Fall Seoul und die Insel Jeju-do besuchen. Das Land fasziniert mich total und da es immer noch keinen Krieg gibt, sieht es gut für meine Reise aus. Die entsprechenden Lonely planet-Führer habe ich längst detailliert gelesen – eigentlich bräuchte ich die vollen drei Monate, um alles zu sehen, was mich interessiert – und will nun unbedingt buchen.

Dass ich noch nichts fest gebucht habe, liegt daran, dass wir immer noch darauf warten, wann der Lieblingsmensch definitiv Urlaub bekommt. Dann wollen wir für etwa zehn Tage erst von Istanbul nach Bodrum an der Ägäis fliegen. Von dort gelangt man mit einer Fähre innerhalb einer Stunde auf die griechische Insel Kos und dann planen wir Insel-Hopping, denn die griechischen Inseln sind alle gut durch Fähren verbunden. Das ist auch unser Urlaubskompromiss, weil ich Strandurlaub liebe und der Lieblingsmensch gerne ständig neue Orte erkundet. Außerdem muss sich dann keiner von uns um ein extra Visum kümmern, was nicht immer einfach ist, weil die Türkei nicht zum Schengener Raum gehört und ich meistens ein Visum brauche für die Länder, mit denen die Türkei visumsfrei kooperiert. Im Moment hat der Lieblingsmensch sowieso ein Schengener Visum, yeah!

Ab Ende Juli ist dann für mich fest Deutschland eingeplant. Erst besuche ich meine Freundin in Paderborn, wo dann gerade das Liborifest, ein großes Volksfest, stattfindet. Eventuell fahre ich auch noch nach Düsseldorf, wo ich mein Ref gemacht habe, und in Essen sowie Dortmund gibt es inzwischen Primark … Danach geht es nach Mecklenburg, wo der Sohn einer anderen Freundin eingeschult wird, am 6. August feiert mein Opa hoffentlich seinen 100. Geburtstag. Ein paar Tage werde ich bei meinen Eltern verbringen, bevor ich sie “zwinge”, mit mir nach Hamburg zu fahren, wo wir uns das “König der Löwen”-Musical und auch mal die Stadt selbst ansehen. Von dort werde ich dann zurück nach Istanbul fliegen, denn am 16. August habe ich ein Ticket für das Placebo-Konzert.

In der wenigen verbleibenden Zeit – eigentlich weiß ich gar nicht, wie mit so wenig Urlaub fast drei Monate verplant sind – werde ich wohl ans Schwarze Meer zum Baden fahren, mit dem Lieblingsmenschen ins Sommerhaus seiner Familie am Schwarzen Meer fahren und sonst einfach mal gar nichts machen, so schwer mir das auch immer fällt ;-) . Ab Ende August geht es dann wieder los mit Vorbereitungswochen.

Wie sehen denn eure Sommerpläne aus?

© janavar

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