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Turkey Tuesday: Am Strand von Burgazada

In letzter Zeit frage ich mich häufiger, was ich in den letzten vier Jahren eigentlich in Istanbul gemacht habe. Denn auf einmal komme ich an lauter schöne Orte, die ich längst hätte kennen können. So wie Burgazada, die zweite der Prinzeninseln. Direkt vor der Stadt, mit einem der vielen Schiffe in etwa einer Stunde zu erreichen. Ich war in der letzten Woche mit zwei Freunden zum ersten Mal dort und fand die Insel toll. — Mit diesen Bildern verabschiede ich mich erst einmal von euch bis Ende nächster Woche, weil ich morgen zum Strandurlaub aufbreche.

Nachdem wir direkt nach dem Anlegen uns noch mit Wasser und Keksen eingedeckt hatten, sind wir am Ufer entlang gelaufen bis zu einem etwas abgelegeneren  Strand, an dessen Böschungen viele Leute zelteten. Es gibt vorher schon viele Minibuchten, an denen man für zehn Lira pro Tag eine Liege mieten kann.

Es war einer der ersten Tage, an denen es so richtig heiß war, aber auf den Inseln weht immer ein kleines Lüftchen und der Blick aufs Wasser erfrischt auch.

Der Strand ist wie so oft in der Türkei ein Steinstrand, was aber am meisten beim Ins-Wasser-Gehen zum Problem wird, weil die Steine einfach so glitschig sind und man sehr leicht schneller eintaucht, als man vielleicht möchte.

Das Wasser selbst war sauber, auch wenn es dort einige Pflanzen gab, und vor allem kühl. Wir sind eine Weile geschwommen und haben uns noch länger einfach treiben lassen. Vom Wasser aus ist der Blick auf die grüne Insel einfach fantastisch – wegen der glatten Steine wollte ich es aber nicht riskieren und die Kamera holen.

Insgesamt war der Strand ziemlich leer, was ich auch angenehm finde. Zwischendurch kam ein großer schwarzer Hund, der unbedingt neben uns in der Sonne schlafen wollte, wenn er gerade nicht im Meer schwamm.

In der Ferne konnten wir zwei kleine Inseln sehen sowie Kinaliada, die erste der Prinzeninseln und in der Ferne das riesige Istanbul. Aber auf den Inseln, auf denen keine Autos erlaubt sind, ist man weit weg vom Großstadtlärm und -stress.

Sobald ich vom Strandurlaub zurück bin, fahren wir wieder nach Burgazada :-). Bis bald!

© Janavar

Immer wieder sonntags #56

Endlich ist der Sommer so richtig in Istanbul angekommen und es ist schön warm. Endlich brauche ich nachts draußen keine Jacke mehr, sondern fühle mich umso wohler, je weniger Stoff ich anhabe. In dieser Woche war ich auch zum ersten Mal in diesem Sommer im Meer baden. Und am folgenden Mittwoch geht es schon in den Strandurlaub mit meiner Freundin. Vielleicht normalisiert sich mein Schlafmuster dann auch mal wieder, denn zur Zeit komme ich erst sehr spät ins Bett und verschlafe dann den halben Tag. Aber wenn heute Abend das WM-Finale vorbei ist, ist ein großer Faktor, der mich immer wachhält, weg. Ich hoffe natürlich, dass Deutschland gewinnt. Verdient haben wir es nach dem tollen Spiel gegen Brasilien auf jeden Fall. Meinen Deutschlandschal suche ich gleich noch, ich werde ihn wohl zu einem sehr dünnen Sommerkleid tragen.

|Gesehen| Fußball, The Carrie Diaries, SATC
|Gelesen| “We the living”
|Gehört| The Killers, Frank Sinatra
|Getan| gebadet auf Burgazada, die Andy Warhol-Ausstellung besucht, ausgegangen
|Gegessen| wenig, weil mein Kühlschrank irgendwie einfach leer und ich faul war
|Getrunken| Wasser, Kaffee, Cola
|Gedacht| Timing is a bitch.
|Gefreut| dass ich das allerletzte Ticket bekommen habe, um im Konsulat heute Abend das Finale zu gucken
|Gelacht| viel
|Geärgert| eher nicht
|Gewünscht| dass Deutschland Fußballweltmeister wird :-)
|Gekauft| Cropped Top, Flug nach Bodrum
|Geklickt| Skyscanner, Blogs, Youtube, Pinterest

Ich war zum ersten Mal auf Burgazada (eine der Prinzeninseln) und es war wunderschön dort. Der Hund wollte unbedingt neben uns am Strand schlafen.

Mein liebster Canavar // Mein Ticket fürs Finalegucken im Konsulat

© Janavar

Besucht: Andy Warhol-Ausstellung im Pera Museum

Gestern war ich mit meiner Freundin in der derzeitigen Andy Warhol-Ausstellung im Pera Museum, in das ich sowieso schon seit vier Jahren gehen wollte. Aber die “Pop Art for Everyone” hat mich endlich genug motiviert und der Gedanke an ein Gebäude mit Klimaanlage hat sein Übriges dazugetan.

Auch wenn ich wenig Ahnung von Kunst habe, mag ich Andy Warhol und seine Werke einfach gerne. Ich fand, dass auf den beiden Etagen im Pera Museum die Farben gerade auf den neonfarbenen Wänden extra strahlten. Es gibt eine tolle Auswahl aus verschiedenen Serien, wie den Campbell’s Soup, Endangered Species und Porträts bekannter Persönlichkeiten.

Die Ausstellung geht nur noch bis zum 20. Juli und ich bin froh, dass ich sie gesehen habe. Gerade habe ich gelesen, dass der Eintritt ins Pera Museum jeden Freitag von 18 bis 22 Uhr kostenlos ist, wir haben 15 Lira bezahlt. Das kommt davon, wenn man sich vorher nicht ausführlich informiert.

Es gab auch noch eine Ausstellung von Stephen Chambers, “The Big Country and Other Stories”, die wir ebenfalls interessant fanden. Auf den unteren Etagen im Museum sind Osmanische Gemälde und Messgeräte, was mich dieses Mal nicht so vom Hocker gehauen hat, aber wahrscheinlich weil der Kontrast zu den anderen beiden Ausstellungen zu groß war und ich osmanische Kunst in Istanbul an jeder Ecke finden kann.

Kleid: Mango | Tasche: Marc by Marc Jacobs | Kette: Six | Armband: Pandora

© Janavar

Summer reading 2014

Im Sommer lese ich am meisten, einfach weil es die Zeit erlaubt. Ich kann stundenlang da sitzen und in einer Geschichte verschwinden. Oder nachts statt einzuschlafen noch viele Seiten im Bett lesen, bis mir die Augen wirklich von ganz alleine zufallen. Wenn ein Buch gut ist, muss ich es erst auslesen, bevor lästige Aufgaben wie Putzen wieder dran sind. Aber das ist im Sommer zum Glück kein Problem. Vor meinem Urlaub am Strand in der nächsten Woche werde ich noch eine große Lektüreauswahl treffen, damit ich auch ja nicht buchlos ende. Ich lese eigentlich alles außer Krimis gerne und, wenn ihr noch Bücher für diesen Sommer sucht, empfehle ich euch von den Büchern, die ich in der letzten Zeit gelesen habe, folgende:

Helen Fielding: "Mad about the Boy" Lindsey Kelk: "About a Girl" James Heneage: "The Walls of Byzantium" Candace Bushnell: "Summer and the City" Alice Munro: "Too much happiness" Elmar Jung: "Alles wegen Dänen" Ayn Rand: "Atlas Shrugged"

Summerreading2014

Helen Fielding: “Mad about the Boy”: Auf Deutsch “Verrückt nach ihm”. Nachdem Marc Darcy tot ist, muss Bridget Jones alleine mit zwei Kindern ihr Leben meistern und das ist wie immer gar nicht einfach. Zum Glück verliebt sie sich auf Twitter in den 29-jährigen Roxster, was ihr Chaos irgendwie leichter macht. [hier bereits vorgestellt]

Lindsey Kelk: “About a Girl”: Tess Brookes verliert unerwartet ihren Job, schläft dummerweise mit ihrem besten Freund und nimmt dann im Namen ihrer Mitbewohnerin einen Job als Fotografin an und findet sich auf Hawaii wieder. Dort legt sie sich sofort mit dem heißen Journalisten Nick an und muss in der Zwischenzeit versuchen, ihre Fotografiefähigkeiten zu verbessern.

James Heneage: “The Walls of Byzantium”: Luke Magoris ist der Held, der das Byzantinische Reich vor seinem Untergang und besonders vor den Türken bewahren soll. Seine große Liebe Anna landet währenddessen im Harem vom Sultanssohn Süleyman, weil die bösartige Zoe, eine Geliebte Süleymans, Luke haben will. Gerade ist der zweite Band der Reihe erschienen. [hier bereits vorgestellt]

Alice Munro: “Too much Happiness”: Auf Deutsch “Zu viel Glück”. Die Nobelpreisträgerin hat hier zehn Kurzgeschichten geschrieben, in denen es nicht immer um zu viel Glück geht, aber um die Schicksale Einzelner, die Scheidungen, Gewalt und/oder gar Mord enden. Dabei sind die Geschichten immer spannend, ihre Wendungen überraschend, z.B. wenn eine alte Frau gesteht, die Geliebte ihres Mannes vor vielen Jahren mit einem vergifteten Kuchen ermordet zu haben.

Candace Bushnell: “Summer and the City”: Gleicher Titel auf Deutsch. Die berühmte Carrie Bradshaw hat gerade die Schule beendet und verbringt ihren ersten Sommer in New York, um an einem Schreibkurs teilzunehmen. Abgesehen von der Suche nach Mode, Liebe und sich selbst will sie vor allem einen Weg finden, um professional zu schreiben und für immer in New York bleiben zu können.

Elmar Jung: “Alles wegen Dänen”: Elmar Jung zieht als Journalist nach Kopenhagen und passt sich langsam an die dänische Kultur an. Das ist gar nicht so einfach, wenn die Dänen mal wieder besonders langsam arbeiten, er mit den Nachbarn öfter nachts zu viel Schnaps trinkt und er ständig Angst hat, von der Polizei gestoppt zu werden, weil sein Auto nicht umgemeldet ist.

Ayn Rand: “Atlas Shrugged”: Auf Deutsch “Der Streik”, mein absolutes Lieblingsbuch. Auf über 1.000 Seiten geht es um Philosophie und Politik. Dagny Taggart versucht in New York das Bahnunternehmen ihrer Familie zu retten, während ihr Bruder sich in die Politik des Landes einmischt, die praktisch und auf das Wohl aller ausgelegt sein soll. Das große Problem ist aber, dass nach und nach alle Unternehmer und Intellektuelle des Landes verschwinden und mit ihnen auch Wissen und Geld.

Habt ihr auch Buchtipps für mich?

© Janavar

Turkey Tuesday: Rund um den Nemrut Dağı Nationalpark (Teil 2)

Heute zeige ich euch meine letzten Fotos aus dem Nemrut Dağı Nationalpark und will auch gar nicht so viele Worte verlieren. Nur: Es lohnt sich, dorthin zu fahren und ein Wochenende in der Natur zu verbringen, wobei Natur natürlich relativ ist, weil alle mit dem Auto herumfahren, was ich als Wandermuffel als sehr angenehm empfinde.

Im Dorf Kocahisar gibt es sowohl eine Burgruine anzusehen als auch ein sehr nettes Café (das einzige), in dem der Besitzer alles frisch zubereitet, wenn man bestellt. Die Kinder dort im Dorf waren auch allerliebst und haben ihre wenigen Englischkenntnisse an mir getestet.

Die Schildkröte lief auf der Straße im Nationalpark entlang, als ich auf dem Weg nach Arsameia war, die in der Antike die Residenzstadt des Königreichs Kommagene war. Heute finden sich davon noch einige Überreste auf einem Berg, den man einfach hochspazieren kann:

Auf dem sehr gut erhaltenen Dexiosis-Relief sieht man Herakles (rechts) mit König Antiochos oder Mithridates:

Über einen nicht besonders guten, aber im Sommer trockenen Weg bin ich mit dem Auto quer durch den Nationalpark zurück zum Nemrut Dağı selbst gefahren. Aber schon beim kleinsten Regenschauer würde ich den weitgehend unbefestigten Weg nicht empfehlen. Ansonsten ist es wirklich schön, durch die Täler zu fahren und manchmal Ziegenherden oder vereinzelt weiße Esel am Rand zu sehen.

Am Ende war ich auch am späten Nachmittag noch einmal auf dem Gipfel des Nemrut Dağı und habe alles angeschaut, dieses Mal ohne zu frieren. Auf dem Foto seht ihr die Westseite, wo die Statuen eher durcheinander liegen. Es soll sehr schön sein, den Sonnenuntergang von hier zu beobachten, aber so lange wollte ich nicht warten – außerdem waren über den Bergen im Westen schon dunkle Gewitterwolken zu sehen.

© Janavar

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