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Immer wieder sonntags #67

Manchmal frage ich mich, was ich falsch mache. Am häufigsten kommt mir dieser Gedanke an Freitage. An diesem schon morgens um neun, als mir auf dem Weg zur Arbeit im Gehen die Augen zufielen und mich nur noch ein Venti Starbucks-Kaffee retten konnte. Als ich mich nach über sieben Stunden ohne eine richtige Pause (ok, ich gesetehe, ich bin in einer Unterrichtsstunde einfach mal schnell auf die Toilette gegangen) wieder nach Hause schleppte, wollte ich nicht einmal mehr denken, sondern nur noch ins Bett kippen.

Mein Problem ist, dass ich gerne viel arbeite, egal was ich behaupte. Ich habe schon immer die besten Ergebnisse unter Stress und Druck abgeliefert bzw. mache mir auch ganz gerne dieselben. Allerdings bin ich auch zunehmend unzufrieden, dass ich dadurch die meiste Zeit meiner Wochenende horizontal und im Tiefschlaf verbringe. Ich und der Kater kommen wohl fast auf gleich viele Stunden Schlaf. Aber wie sich das ändern lässt, ist mir noch nicht klar. Ich werde darüber nachdenken und hoffe auf eine ruhigere Woche …

|Gesehen| nichts
|Gelesen| I heart London
|Gehört| The Killers
|Getan| gearbeitet, auf der Istanbul Fashion Week zwei Shows gesehen
|Gegessen| Kichererbsen, Pizza, Lasagne
|Getrunken| Wasser, Kaffee, Salbeitee
|Gedacht| Ich hasse abwarten.
|Gefreut| als meine beste Freundin nach Istanbul gekommen ist
|Gelacht| immer wieder mal
|Geärgert| über zu viel unnötige Arbeit und wenig mitdenkende Mitmenschen
|Gewünscht| eine gewisse, erlösende Email
|Gekauft| ein Paar Herbstschuhe, einen langen schwarzen Rock
|Geklickt| Blogs

Canavar schläft sehr viel.//Die Taube ist in Sultanahmet am Springbrunnen herumstolziert.

Meine Freundin, die Designerin ist, hat mich mit zur Istanbul Fashion Week genommen, was ich sehr spannend fand.

© Janavar

Beauty: My everyday makeup routine

Ich gehöre zu den Frauen, die das Haus selten ohne Make-up verlassen und auf gar keinen Fall, wenn ich zur Arbeit gehe. Über die Jahre habe ich mir eine Routine angewöhnt, so dass ich mich auch im Halbschlaf, noch vorm ersten Kaffee, bei schlechtem Licht und in größter Eile – alle vier Bedingungen sind fast täglich gegeben – schminken kann. Nur ohne Spiegel habe ich es noch nicht versucht, möchte ich aber eigentlich auch nicht. Da ich ein kleiner Beautyjunkie bin, weshalb ich mich übrigens weiterhin an mein Shoppingverbot [lies hier] halte (und die drei Nagellacke von neulich zählen nicht), ändere ich gerne mal die Produkte meiner morgendlichen Schminkroutine. Im Moment sind diese meine Lieblinge:

Die Hello Flawless Oxygen Wow Foundation in Ivory von Benefit habe ich mal im Sommerschlussverkauf zum halben Preis gekauft und benutze sie im Moment täglich. Sie deckt gut ab und hält den ganzen Tag. Meine Augenringe decke ich mit dem Cosline Concealer ab, der mal in einer Glossybox war und in der Stiftform richtig einfach zu benutzen ist. Auf meine Augenbrauen kommt der Eye Brow Stylist von Catrice in Brow-n-eyed Peas.

Auch praktisch ist der Eye Shadow Pencil in Champagne von Sumita, zumal ich nichtmal einen Pinsel für den Lidschatten hervorholen muss. Dank viel Übung klappt mein Lidstrich inzwischen gut und im Moment benutze ich den Liquid Star Liner 01 von Artdeco, der so fest hält, dass selbst mein Entferner für wasserfestes Make-up eine Weile braucht, um ihn wegzuwischen. Mit zwei Schichten der get Big! Lashes Mascara von Essence wird mein Augen-Make-up fertig.

Zum Schluss pinsele ich noch mit meinen Lieblingspinseln von Real Techniques, die es hier in der Türkei in mehreren Drogeriemärkten zu kaufen gibt, etwas Rouge, im Moment entweder das Mineral Blush in Desert Rose von Bellápierre oder das Blush Soufflé aus der Ballerina Backstage LE von Essence auf meine Wangen und das Essence fix & matte! loose powder ins ganze Gesicht, weil es meine Haut den ganzen Tag mattiert. Auf meine Lippen kommt die Revlon Lipbutter in Macaroon für etwas dezente Farbe – und das alles schaffe ich normalerweise in etwa sieben Minuten, bevor ich halb zum Bus renne.

© Janavar

Turkey Tuesday: Die Atatürk-Talsperre

In der letzten Woche habe ich euch Fotos gezeigt, als ich eine kleine Ruhepause am Ufer des Atatürk-Stausees im Südosten der Türkei eingelegt habe [hier]. Zum großen Stausee gehört natürlich auch eine riesige Talsperre, die ich unbedingt noch ansehen wollte, bevor ich ganz schnell zurück zum Flughafen nach Gaziantep zurückfahren wollte. Wobei, so schnell ging es am Ende leider nicht …

Weil die Talsperre nicht besonders gut ausgeschildert war, wie ich fand – aber ich beschwere mich ja inzwischen schon in fast jedem Turkey Tuesday Post über die schlechten oder nicht vorhandenen Wegweiser in der Türkei – habe ich am Ende den ersten Ort gewählt, der so aussah, als könnte er der sein, den ich suchte. Zumindest parkten viele Autos am Straßenrand und dort stellte ich mein geliebtes Mietauto ebenfalls ab. Daneben gab es einen hübschen Aussichtspunkt auf die Talsperre und ein Café, für das ich leider auch keine Zeit mehr hatte.

Die Talsperre, die seit etwa 1992 in Betrieb ist, dient sowohl der Stromgewinnung als auch der Bewässerung. Durch sie wurden allerdings auch historische Stätten überflutet und etwa 60.000 Menschen umgesiedelt, weil ihre Dörfer ebenfalls in den Fluten verschwanden.

Ich fand es sehr beeindruckend, einen Teil der Konstruktion zu sehen. An anderen Stellen auf dem See soll inzwischen wohl sogar Wassersport wie Surfen betrieben werden, was ich leider nicht sehen konnte. Ich hatte zwar die glorreiche Idee, mit dem Auto noch schnell etwas weiterzufahren, um noch mehr zu sehen, aber:

Als ich elegant mein Auto in drei Zügen wenden wollte, bin ich mit den Vorderrädern von der Straße in den Graben gerutscht und kam nicht mehr zurück. Das Auto stand halb auf der Straße und ich stellte schnell fest, dass ich die absolut einzige Stelle weit und breit erwischt hat, um mich festzufahren.

Freundlicherweise stieg der Herr im Auto hinter mir aus und bot mir sofort Hilfe an. Innerhalb weniger Minuten hatte er alle Männer in der Nähe mobilisiert, die der einzigen Ausländerin weit und breit gerne halfen. Nach etwa einer halben Stunde, in der ich schon mächtig schwitzte, weil ich nicht mehr so viel Zeit bis zu meinem Flug hatte, hatten sie mein Auto zurück auf die Straße gehoben und gaben mir noch den Tipp, der Autovermietung auf keinen Fall von dem kleinen Zwischenfall zu erzählen, zumal am Auto zum Glück nichts zu sehen war.

Ich raste also mit vollem Karacho die fast 200 km zurück nach Gaziantep zum Flughafen, schwitzte weiter, weil ich nicht wusste, ob das Benzin reichen würde und hoffte einfach, dass ich meinen Flug noch ganz knapp schaffen würde. Habe ich am Ende zum Glück. Ich weiß nicht, ob der Typ von der Autovermietung überhaupt noch vom Parkplatz wegfahren konnte, weil der Tank definitiv absolut leer war – in der Türkei nimmt man ein Auto mit leerem Tank entgegen und gibt es auch wieder benzinfrei ab. Ich war da schon im Flughafengebäude verschwunden.

© Janavar

Auswandern: Wichtige Dokumente & wie man sie wiederbekommt

Ich kann meine eigene Dusseligkeit nun nutzen, um euch schlaue Tipps zu geben, welche Dokumente ich so gebraucht habe beim Auswandern. Idealerweise hat man alle Dokumente gut geordnet in einer Mappe oder einem Ordner und weiß genau, wo diese/r sich befindet. Ich kann das nur empfehlen und hatte diese Ordnung immerhin auch bis zu meinem plötzlichen Umzug im April diesen Jahres. Aber da ich ohnehin nicht zu den organisiertesten Menschen der Welt gehöre (im Job komischerweise schon mehr), war es wohl sowieso nur eine Frage der Zeit, bis ich mindestens ein Drittel der Papiere verlieren würde. Dafür weiß ich inzwischen aber auch, dass man alles mehr oder weniger einfach neu ausstellen lassen kann. Glaubt mir, wenn ihr auch beim dritten Mal die Wohnung auf den Kopf Stellen nicht mal unter der Matratze oder hinter dem schwersten Regal etwas wiederfindet, sind die Dokumente ganz einfach verschwunden.

Ich danke an dieser Stelle vor allem meiner Mutti für direkte Ansagen wie “Schreib die Mail jetzt sofort.” und meinem Papa für den Besuch einiger Ämter. In Zukunft werde ich übrigens Kopien aller Dokumente bei meinen Eltern hinterlegen, die sind nämlich nicht solche Chaoten wie ich und verlieren nichts #vonwemhabeicheigentlichdiechaosgene.

Für mich sind die folgenden Dokumente am wichtigsten und so habe ich sie (wieder)bekommen:

  • Geburtsurkunde – Die bekommt man beim Standesamt seiner Geburtsstadt, wo man sie auch in verschiedenen Sprachen erhalten kann. Neuerdings wird sie wohl auch nicht mehr als Kopie beglaubigt, sondern direkt neu ausgestellt.
  • Abmeldebestätigung – Logischerweise erhält man sie beim Wegzug aus Deutschland, danach auf sehr höfliche Nachfrage auch per E-mail bei dem Amt, bei dem man sich abgemeldet hat. Man braucht sie z.B. bei der Beantragung eines neuen Reisepasses im Konsulat.
  • Reisepass – Den bekommt man im nächstgelegenen Generalkonsulat. Allerdings kostet er nicht nur Geld (und ja, es gibt tatsächlich einen Auslandspreisaufschlag), sondern auch Zeit, weil der Pass in Deutschland angefertigt wird.
  • Aufenthaltsbestätigung - Die wird in jedem Land anders aussehen, ich habe noch die alte der Türkei in Form eines Heftchens, von dem ich tatsächlich überhaupt nicht wissen will, was passiert, wenn ich es verlöre (ich klopfe dreimal auf Holz). Das steht völlig außer Frage bei der zumeist nicht vorhandenen Hilfsbereitschaft der Beamten in der stets absolut überfüllten Ausländerbehörde.
  • Identifikationsnummer (statt der alten Steuernummer) – Sie steht auf jedem Einkommenssteuerbescheid und jeder Lohnsteuerbescheinigung.
  • Zeugnisse:
    • Abizeugnis – Das gibt es an der alten Schule, aber Achtung: ich habe nun leider schon öfter gehört (auch in meinem Fall), dass die Schulen über die Jahre durch Computercrashs usw. die alten Daten verloren haben.
    • Unizeugnis – Das hatte ich zum Glück nicht verloren, ich würde aber beim Prüfungsamt nachfragen.
    • evtl. Zweites Staatsexamen – Das gibt es nicht beim Studienseminar, sondern beim Prüfungsamt auf Anfrage. Allerdings steht auf dem zweiten Exemplar deutlich, dass es ein Ersatz ist.
  • Rentenunterlagen – Dazu zähle ich u.a. die Versicherungsnummer für die Deutsche Rentenversicherung. Im Grunde ist hier erst einmal nur wichtig, dass man sich immer wieder darum kümmert, dass man alles nachweisen kann. Auch die Verträge mit den privaten Rentenversicherungen sollte man natürlich aufheben.
  • Krankenversicherungsunterlagen – Wenn man wie ich eine private Auslandskrankenversicherung hat, braucht man zumindest die Kontaktinformationen und seine Kundennummer, um Rechnungen einzureichen. Zum Glück habe ich meinen Vertrag per E-mail bekommen und E-mails verliere ich selten.
  • Bankunterlagen – Gerade im Ausland sind Papier-TANs meistens praktischer als mobile und sie dürfen einfach nicht verloren gehen. Ebensowenig wie Geheimzahlen und EC- und Kreditkarten. Sollte irgendetwas doch abhanden kommen, ruft sofort die Bank an und lasst es sperren und euch eine neue Karte etc. zusenden. Es hilft an dieser Stelle übrigens, entweder ein Konto im Wohnsitzland oder einiges Bargeld zur Sicherheit zu haben. Diese Tipps habe ich ausnahmsweise nicht aus eigener Erfahrung, sondern von Freunden.

Auch andere Versicherungsunterlagen (Unfallrente, Haftpflicht etc.) sollte man immer aufheben, ebenso wie Rechnungen, wenn man noch eine Steuererklärung in Deutschland abgibt. Ansonsten habe ich noch meinen eigenen und den Impfpass vom Kater bei meinen wichtigen Dokumenten.

Merke: Oft ist Ordnung tatsächlich das halbe Leben. Man kann (fast) alle Dokumente neu ausstellen lassen, aber das kostet eine Menge Zeit und auch etwas Geld.

© Janavar

Immer wieder sonntags #66

Schon wieder ist es Sonntagabend und ich war mit so guten Vorsätzen ins Wochenende gestartet. Ich würde meine Wohnung aufräumen und putzen, sämtliche Wäsche waschen, mich endlich wieder gesünder ernähren, Klassenarbeiten korrigieren, wieder etwas für mein Gehirn tun und weiter Aristoteles lesen, die Steuererklärung 2010 endlich erledigen … Tja, ich habe immerhin meine Handtücher gewaschen, etwas Obst eingekauft und mir mal wieder selbst etwas Warmes zu essen gekocht (und damit meine ich nicht nur meine mit Schokolade überbackene Banane), die Arbeiten habe ich auch korrigiert. Aber mein Vorrat an Instantcoffee ist nun aufgebraucht (obwohl, eigentlich ist das auch gut) und meine Steuernummer kann ich absolut nicht finden (ich nehme an, sie feiert mit meinem Abi- und Examenszeugnis eine Party, wo auch immer das sein mag). Und heute Nacht lag ich plötzlich um halb vier hellwach im Bett – an dieser Stelle grüße ich die dumme Mücke, die mich mit ihrem ewigen Gesumme geweckt hat, anstatt mich einfach zu stechen und dann abzuhauen, obwohl ich extra meinen Arm für sie auf die Bettdecke gelegt habe – und habe über Gegenargumente zum Utilitarismus nachgedacht. Fragt jetzt bitte nicht warum. Vielleicht sollte ich für mich nochmal das Prinzip des maximalen Glücks verinnerlichen, weil dann absolut klar ist, warum ich nicht putzen konnte, denn die Tätigkeit hat bei mir bisher immer nur schlechte Laune ausgelöst.

Ich habe die meisten meiner Aufgaben vielleicht nicht erledigt, dafür habe ich mich aber auch ausgeruht, ordentlich mit meinem zur Zeit verschmusten Kater gekuschelt, einige Pläne gemacht, Flüge für Weihnachten nach Deutschland und für die Winterferien an die US-Ostküste gebucht. Es wird alles. Also hoffe ich.

|Gesehen| Doctor’s Diary, Julie & Julia
|Gelesen| Glamour, I heart Las Vegas
|Gehört| n-joy
|Getan| gearbeitet
|Gegessen| Leberwurstbrot, Toast, Kartoffelauflauf
|Getrunken| Wasser, Kaffee, Salbeitee, heiße Zitrone
|Gedacht| Ich kann verdammt nett sein, wenn ich etwas Bestimmtes will – aber nun gebt es mir bitte auch.
|Gefreut| auf Weihnachten
|Gelacht| ja
|Geärgert| über meine Dusseligkeit
|Gewünscht| Weihnachten mit Lebkuchen und Geschenken
|Gekauft| Flüge
|Geklickt| Skyscanner, Blogs

© Janavar

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