9 things I’ve learned in my first week in the US

Seit über einer Woche wohne ich in den USA und hatte bisher noch gar keine Zeit, Istanbul zu vermissen. Dafür passiert hier viel zu viel und ich lerne täglich etwas Neues dazu. Okay, manchmal passieren mir auch richtig dumme Sachen, so wie gestern. Ergebnis: ein kaputtes Knie, eine kaputte Hose und ein kaputtes Paar Schuhe, aber dazu mehr in meinem kommenden Sonntagspost. Insgesamt war ich in dieser Woche sehr erfolgreich, war mit meiner Mitbewohnerin bei Ikea und habe mein Zimmer eingerichtet, habe Supermärkte besichtigt – das Angebot ist so riesig, dass ich dermaßen überfordert bin, dass ich erst einmal einen Spaziergang an allen Regalen vorbei mache und mich bei der zweiten Runde erst entscheide -, habe wieder angefangen selbst zu kochen und außerdem habe ich die folgenden Dinge gelernt bzw. sie sind mir aufgefallen (oft mit einem Augenzwinkern):

I’ve been living in the US just over a week now, and so far I haven’t even had time to miss Istanbul. There is just too much happening, and every day I am learning something new. Okay, sometimes really stupid things happen to me, like yesterday. Result: a hurt knee, torn trousers and a broken pair of shoes. But I’m telling you more about this in my upcoming Sunday post. All in all this week was a successful one, I went to Ikea with my housemate and furnished my room, I visited supermarkets – their choice of products is so huge that I am totally overwhelmed so that I first take a walk along all the racks, and only choose things during my second round -, I’ve started cooking again, and besides I’ve learned the following things or noticed them (often with a wink):

9 things I've learned in my first week in the US

1. Man kann kalten Kaffee in der Mikrowelle erhitzen.

Okay, vielleicht wusste das schon jeder, nur ich nicht. Das letzte Mal war ich in meinem Studentenwohnheim in der Nähe einer Mikrowelle – wohlgemerkt in der Nähe, denn in der dort wurden verschiedene Organismen gezüchtet. Diese hier ist aber sauber und macht tatsächlich meinen Kaffee warm. Und TK-Pizza auch. Wahnsinn!

1. You can reheat cold coffee in a microwave.

Okay, maybe everyone knew that before, only I didn’t. The last time I was close to a microwave was when I lived in the student dorm – mind you, only close to it because inside they grew different kinds of organisms. But this one here is clean and really heats coffee. And frozen pizza too. Awesome!

2. Kein Pass, kein Eintritt.

Da stehe ich mit Bekannten an, um am Donnerstagabend in eine hübsche Bar in Boston zu kommen. Ich halte am Einlass meinen Führerschein hin, der eindeutig mein hohes Alter bezeugt, und werde nach meinem Pass gefragt. Ohne Pass kam ich einfach nicht in die Bar und bin geknickt nach Hause gefahren. Andererseits nehme ich es als kleines Kompliment, dass ich offenbar noch nicht eindeutig wie mindestens 21 aussehe, um reingelassen zu werden. Übrigens wurde ich bei TJ Maxx auch gefragt, ob ich gerade mit dem College begänne, als ich mein Bettzeug kaufte. Es könnte bedeutend schlimmer sein. Aber mein Pass kommt nun immer mit.

2. No passport, no entry.

So I was queuing up with friends to get into a pretty bar on Thursday evening. I show them my driver’s license at the entrance, which clearly has my high age written on it, but they ask me for my passport. Without it I cannot enter the bar, and so I have to go home. Quite crestfallen. On the other hand, I take it as a little compliment that I apparently don’t definitely look like being at least 21 to be let in. By the way, in TJ Maxx they also asked me if I just started college when I bought my bedding. It could be a lot worse. But from now on I’m always taking my passport with me.

3. Ikea ist immer noch am billigsten.

Das hat mich total enttäuscht. Ich hätte mir nämlich gern coole amerikanische Möbel gekauft, in billig. Aber alle meinten, das Preis-Leistungs-Verhältnis sei bei Ikea am besten, weshalb meine Mitbewohnerin am Dienstagabend mit mir dorthin gefahren ist. Naja, da habe ich mich gleich noch mehr wie zu Hause gefühlt, gleiche Möbelnamen, etwa die gleichen Preise. Schade, dass wir keine Zeit mehr für ein Hotdog hatten.

3. Ikea is still the cheapest.

This totally disappointed me. I would have loved to buy some cool American furniture, cheap ones. But everyone said Ikea is best-value, which is why my housemate drove there with me on Tuesday evening. Well, I immediately felt even a bit more at home, same furniture names, about the same prices. It was a pity that we didn’t have any time for hotdogs there.

4. Betten kauft man in Twin, Full, Queen und King.

Eine Sache ist aber doch völlig anders, auch bei Ikea. Ich definiere Betten über ihre Breitengröße in Zentimetern. Hier heißen die Größen aber Twin (99 cm), Full (137 cm), Queen (152 cm) und King (193 cm). Am Ende habe ich mich für ein feines Full entschieden und zum Glück hat meine Mitbewohnerin aufgepasst, dass ich auch die entsprechende Matratzengröße nehme. Mein Bettzeug hingegen ist queen size. Das war auch ein Akt. Ich stand vorm Regal im TJ Maxx und wollte gerne ein ganz normales Set von Kissen und Bettdecke haben. In meinem schönsten Irish English habe ich den Verkäufer um Hilfe gebeten, der mich aber nicht verstand und noch eine Dame holte. Die beiden haben dann gerätselt, was ich wohl mit “duvet” meine. Bettdecke heißt hier nämlich comforter, was ich wiederum noch nie gehört hatte. Am Ende haben sie mir ein Set gegeben, das sich zu Hause aber als eine Bettdecke mit zwei Kissenbezügen herausgestellt hat. Ich musste dann noch einmal los, um Kopfkissen zu kaufen.

4. You buy beds in twin, full, queen and king size.

There is one thing that is totally different, even in Ikea. I define beds by there width in centimeters. But here the sizes are called twin (99 cm), full (137 cm), queen (152 cm) and king (193 cm). In the end I chose a nice full one, and I was lucky that my housemate paid attention so that I also took a matress in the same size. But my bedding is queen size. That was also rather interesting. I was standing in front of the shelf in TJ Maxx and wanted to have a normal set of pillows and a duvet. So in my finest Irish English I asked a shop assistant for help, only he didn’t understand me and called another woman. Both of them puzzled over what I meant with “duvet”. Because that is a comforter here, which I had never heard before. In the end they gave me a set, but when I unpacked it at home it was only one comforter and two pillows cases. So I had to go out again to buy pillows.

9 things I've learned in my first week in the US

From Ikea of course

5. Zu Fuß laufen ist für Europäer.

Ich laufe einfach gerne zu Fuß und finde es Quatsch, hier für zwei Kilometer den Bus zu nehmen. Ich habe Ferien, ich habe Zeit, ich will meine Umgebung kennen lernen. Außerdem brauche ich Bewegung. Meine amerikanischen Bekannten finden es dennoch lustig, dass ich zum Supermarkt 20 Minuten laufe, wenn jeder andere mit dem Auto hinfährt. Wobei ich zugeben muss, dass hier wirklich sehr sehr schöne Autos herumfahren. In Cambridge haben viele Leute Geld für schöne, große Autos und wenn ich mir so eines leisten könnte, würde ich es auch ständig benutzen.

5. Walking is for Europeans.

I love to walk and think it is nonsense to take a bus for two kilometers. I have holidays, I have time, I want to get to know my surroundings. Besides I need exercise. My American friends find quite amusing that I walk twenty minutes to the supermarket, when everybody else is going there by car. I have to admit though that there are many very very beautiful cars here. Many people in Cambridge have money for pretty, big cars, and if I could afford one, I’d always drive.

6. Duschen ist quasi kostenlos.

Ja, auf Grund irgendwelcher Gesetze des Staates Massachusetts sind Wasser und Gas für uns in der Miete enthalten und wir bekommen keine extra Rechnung dafür, was logischerweise bedeutet, dass ich so lange und so oft duschen kann, wie ich will. Ich liebe nämlich duschen und hasse es, wenn mir jemand erzählt, dass ich nur zwei Minuten am Tag duschen soll, um Geld zu sparen.

6. Showers are kind of for free.

Yes, thanks to some laws of Massachusetts State water and gas are included in our rent and don’t get any extra bill. This naturally means that I can shower as long and as often as I want to. I love showering and hate when somebody tells me that I should only do so for two minutes per day in order to save money.

7. Plastetüten gehört nicht in die Recyclingtonne.

Müll wird sortiert, aber anders als in Europa. Zumindest glaube ich das, denn ich habe ja nun gerade fünf Jahre in einem Land gelebt, in dem gar nichts sortiert wird. Jedenfalls werden Plastetüten hier nicht recycelt, auf der Tonne ist auch ein großer Verbotsaufkleber. Eine richtige Erklärung habe ich nicht gefunden, eventuell benutzt die Recyclingfabrik hier Maschinen, die durch Weichplastik verstopfen. Übrigens wohnt laut einem Zettel im Hausflur Waschbär Charlie in der Nähe unserer Mülltonnen und hat inzwischen ein Baby. Ich würde die beiden zu gerne mal kennen lernen.

7. Plastic bags don’t belong into the recycling bin.

We sort our trash, but different than in Europe. At least that is what I think, but I just lived in a country for five years in which nothing is ever sorted. Anyway, plastic bags here are not recycled, there also is a big sticker reminding us on the bin. I couldn’t find any good explanation so far, it might be that the reycling factory uses machines which soft plastic jams. By the way, according to a note in the hall racoon Charlie lives near our bins and even has a baby. I would love to get to know those two.

8. Auf Lebensmittel gibt es keine Steuern.

Eine tolle Sache! Der Staat Massachusetts erhebt keine Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, die im Geschäft gekauft werden. Auf Klamotten unter 175$ pro Teil, Zeitungen und Magazine, Eintrittskarten und viele andere Dinge mehr übrigens auch nicht. Ansonsten ist die Mehrwertsteuer generell 6,25%, worüber man sich echt nicht beschweren kann. Zum Vergleich: in der Türkei liegt sie bei 18%.

8. Groceries are not taxed.

A great thing! Massachusetts State doesn’t collect taxes from food you buy in a shop. Also not from clothes that are cheaper than $175 a piece, newspapers and magazines, entrance tickets and many other things. Besides, the general sales tax here is %6,25, which nobody can really complain about. In comparison: in Turkey it is %18.

9 things I've learned in my first week in the US

Canavar is trying to look bigger

9. Alles ist größer in den USA.

Ich habe mich schon vorher gefragt, warum meine Mitbewohnerin wissen wollte, ob sie für Canavar ein XL-Katzenklo kaufen solle. Als wir ankamen, meinte sie, der Kater sei winzig im Vergleich zu amerikanischen Katzen. Inzwischen habe ich eine Katze auf der Straße und mehrere im Tierladen gesehen und muss ihr tatsächlich zustimmen. Die sind riesig und bestimmt doppelt so schwer wie mein Baby. Abgesehen davon wurde sich auch schon über mein kleines Besteck amüsiert, das ich von meinen Großeltern habe. Im Vergleich ist es auch wirklich winzig. Draußen habe ich mal darauf geachtet und meine, dass die Frauen hier im Durchschnitt bedeutend größere Füße haben.

9. Everything is bigger in the US.

I had wondered before why my housemate wanted to know if she should buy an XL cat toilet for Canavar. When we arrived, she said that the cat is tiny in comparison to American cats. By now I have seen a cat in the street and several more in the pet shop, and I must agree. They are huge and probably weighing twice as much as my baby. Besides, people already laughed at my cutlery, which I inherited from my grandparents. It really is tiny in comparison. And I paid attention and think that women here have notably bigger feet on average.

© Janavar

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4 Responses to “9 things I’ve learned in my first week in the US”

  1. July 11, 2015 at 1:28 am #
    Guten Morgen (oder bei Euch gute Nacht!), haaach, ich lese so gerne über das, was Du schreibst...da kommt Vieles von den Reisen wieder hoch und das ist toll. Danke! LG Ivi
  2. July 11, 2015 at 7:06 am #
    Ach was für spannende und lustige Eindrücke! An die Verwunderung übers zu Fuß gehen, erinnere ich mich noch so gut und mit der nachträglich aufgerechneten Mehrwertsteuer hatte ich auch so meine liebe Mühe :D Das mit deiner Katze finde ich besonders lustig, mir ging es immer so, wenn ich nach den kleinen griechischen Katzen unsere deutschen Brocken gesehen habe ;) Liebe Grüße, Céline von http://smultronstaellen.blogspot.co.uk
  3. July 11, 2015 at 2:46 pm #
    Was für ein witziger und kuriöser Beitrag! :) Ich find's super, dass du die Dinge gleich aufschreibst, so lange sie einem eigentümlich und neu erscheinen! So viele Dinge, an die man vielleicht am Anfang gar nicht denken würde.... Wünsche dir viel Spaß in den USA!
  4. July 14, 2015 at 7:20 am #
    Viele schöne Eindrücke und Inforationen. Das ist echt spannend. :) Bis bald, Mia :)

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