Travel guide: Cappadocia, Part II

Nach Teil 1 gestern [hier] kommt nun der zweite Teil meines Travel Guides zu Kappadokien:

After I posted Part 1 yesterday [here], here is the second part of my travel guide for Cappadocia:

Travel guide: Cappadocia, Part II

Essen

Empfehlenswert fand ich zwei Restaurants in Göreme, in denen ich zu Abend gegessen habe. Das war zum einen Urizip, ein koreanisches Restaurant, in dem vor allem natürlich die vielen asiatischen Touristen essen. In der halboffenen Küche standen Koreanerinnen am Herd und mein Ramen war sehr lecker. Wer eher etwas typisch Türkisches probieren möchte, sollte zum Kebapzadi Restaurant gehen, wo ich warmen Hummus mit Rinderschinken und Eintopf aus dem Tontopf gegessen habe. Einige Gerichte muss man dort ein paar Stunden vorbestellen, z.B. in Salzkruste gebackenes Huhn. Beide Restaurants liegen direkt an der Hauptstraße in Göreme.

Food

I can recommend two restaurants in Göreme, where I ate dinner. The one is Urizip, a Korean restaurant, into which many of the Asian tourists come to eat. Korean women were cooking in the half-open kitchen, and my ramen was very delicious. Those of you who prefer to eat typical Turkish dishes should go to Kebapzadi Restaurant where I ate warm hummus with beef bacon and a stew cooked in a crock. You must order some dishes a few hours before, e.g. chicken baked in a crust of salt. Both restaurants are on the main street in Göreme.

Warmer Hummus, Kebapzadi Restaurant, Göreme, Cappadocia

Warm hummus

Sehenswürdigkeiten

Am 3. Tag bin ich sehr früh aufgestanden, um die Ballons beim Sonnenaufgang zu sehen. Erkundigt euch vorher, wann die Sonne aufgeht (und über die Wettervorhersage) und von wo man alles schön beobachten kann. Ich bin mit dem Auto zu einem Beobachtungspunkt gefahren und hatte wirklich einen fantastischen frühen Morgen. Ballonfahren selbst wollte ich nicht, dafür gibt es aber sehr viele Anbieter.

Nach dem Frühstück im Hotel ging es dann für mich in das große Freilichtmuseum Göreme, Eintritt kostet 20 Lira, der Autoparkplatz 6 Lira. Dort gibt es – Überraschung – viele leere Höhlen, in denen früher Menschen gewohnt haben, und wunderschöne Kirchen, in denen man leider keine Fotos schießen darf. Das einzige Problem ist, dass sehr sehr viele Touristen über das Gelände laufen und man oft anstehen muss, um in eine Kirche kurz gucken zu können. Dennoch lohnt es sich und mein absolutes Highlight war die Karanlık Kilise (Dunkle Kirche), für die man ein Extraticket für 10 Lira lösen muss. Das lohnt sich aber, weil diese Kirche die schönsten Fresken im besten Zustand hat.

Day 3 Route, Cappadocia

Day 3 Route

Sights

I got up very early on day 3 in order to watch the balloons flying at sunrise. Inform yourself before at what time exactly the sun rises (and about the weather forecast) and nice scenic outposts. I went by car to a great place and had a fantastic early morning. I didn’t want to go ballooning, but there are many companies around.

After my breakfast in the hotel I went to Göreme Open Air Museum. Admission is 20 Lira, parking 6 Lira. There are – surprise – many empty caves, in which people lived in the past, and wonderful churches. Taking photos in these is forbidden. The only problem is that many tourists walk around the museum area and you often have to queue up to cast a short glance at a church. Still it’s worth visiting. My biggest highlight was Karanlık Kilise (Dark Church) for which you need to buy an extra ticket for 10 Lira. But that’s really worth it because this church has the most beautiful and best-preserved frescoes.

Göreme Open Air Museum, Cappadocia

Göreme Open Air Museum

Nach einer kurzen Kaffeepause – direkt beim Museum gibt es viele Kaffee- und Souvenirstände – fuhr ich mit meinem Auto weiter. Ich muss zugeben, dass ich zwar nicht gut, aber dafür umso lieber Auto fahre. Es entspannt mich total und ich genieße die Landschaft. Deshalb hatte ich mir eine große Route für den Tag ausgesucht, die mich bis an den Rand des Aladağlar-Gebirges führte. Ich bin im Grunde durch die grüne Tiefebene gefahren und konnte in der Ferne die schneebedeckten Berge sehen. Einen auf der Karte noch eingezeichneten großen See konnte ich leider nicht mehr sehen, der ist wohl trockengelegt. Nehmt euch auf die Fahrt unbedingt etwas zu essen mit, denn unterwegs gibt es irgendwie keinerlei Restaurants. Eigentlich wollte ich noch in die Sultansümpfe, die ein wunderschönes Vogelparadies sein sollen. Bis zum Eingang bin ich gekommen, dort hat mich ein angeblicher Ornithologe abgefangen und erklärt, man dürfe nicht ohne Begleitung in die Sümpfe. Der Typ ging mir tierisch auf den Zeiger, aber das können türkische Männer generell sehr gut und sind leider auch völlig immun gegen jedes deutliches Desinteresse, überhaupt ein Gespräch mit ihnen zu führen. Was mich aber am meisten geärgert hat, war, dass die Einheimischen sogar mit Autos in das Naturschutzgebiet ohne Probleme fahren durften. Den Umweg könnt ihr euch getrost sparen.

Aladağlar Mountains, Turkey, Cappadocia

Aladağlar Mountains

After a coffee break – there are many coffee and souvenir booths at the museum – I continued driving around. To be honest, I’m not driving well, but I love it. It relaxes me and I enjoy looking at the landscape. That is why I had chosen a long route for that day that even lead me to the edge of the Aladağlar Mountains. I actually drove across the green plain and saw snow-capped mountains in the distance. I couldn’t find a big lake that is still on the maps. It was probably drained. Take food with you because there weren’t any restaurants on the way. Originally, I also wanted to visit the Sultan Marshes, which are supposed to be a beautiful birds’ paradise. I only reached the entrance where an alleged ornithologist stopped me and explained one isn’t allowed to enter without a guide. That guy really got on my nerves, but that’s something Turkish men in general are well able to. Unfortunately, they are impervious to an obvious lack of interest to even talk to them. But what annoyed me most of all was that the locals were allowed to enter the national park even with their cars. You don’t need this detour!

Yay Gölü, Cappadocia, Turkey

Fahrt lieber nach Soğanlı, einer meiner größten Tipps! Das Tal ist auch von der typischen Tufffelslandschaft geprägt, aber seit einigen Jahren ist das Dorf ziemlich tot. Selbst das Eintrittskartenhäuschen scheint lange leerzustehen. Es gab ein Café und eine Herberge, ansonsten wurde das lange bewohnte Dorf ohnehin geräumt und Touristen verirren sich kaum dorthin. Ohne Auto ist das Tal gar nicht zu erreichen. Die Stille bei den vielen Felsen und Höhlen bildete einen großen Gegensatz zum Göreme Freilichtmuseum am Morgen.

Soğanlı, Cappadocia

Soğanlı

Rather go to Soğanlı, one of my greatest recommendations! The valley is shaped by the typical tuff rock landscape, but the village has been dead for several years. Even the ticket booth is uninhabited. There is one cafe and a hostel. The long inhabited village was evacuated, and tourists hardly ever come here. The silence around the many caves and rocks forms a big contrast to busy Göreme Open Air Museum.

Soğanlı, Cappadocia

Soğanlı

Auf der Rückfahrt bin ich pünktlich zum Sonnenuntergang ins Rote Tal bzw. zum Parkplatz oben gekommen, von wo man wirklich eine fantastische Sicht auf Kappadokien hat. Dort saßen u.a. Pärchen mit Weingläsern; Hippies mit Gitarre, die sangen und tanzten; und alle genossen den Moment.

On the way back I arrived at Red Valley or rather the parking lot above on time for sunset. From there you really have a great view at Cappadocia. Many people sat there enjoying the moment, even some couples drinking wine and hippies playing the guitar, singing and dancing.

Red Valley, Cappadocia

Red Valley

Day 4 Route, Cappadocia

Day 4 Route

Tag 4 war mein letzter Tag in Kappadokien und ich fuhr ganz entspannt nach dem Frühstück und Auschecken zum Paşabağ Tal, wo die Felsen noch einmal andere interessante Formen haben. Gerade diese Form dürfte erklären, wie die Idee enstanden ist, dass Feen in den Felsen wohnen. Das Tal liegt sehr günstig auf dem Weg ins schöne Freilichtmuseum Zelve, welches aus drei Tälern besteht, die etwa ab dem 9. Jahrhundert bis 1952 bewohnt waren. Dann galten sie als zu gefährlich und die Bewohner wurden umgesiedelt. Es gibt einen netten Rundweg durch die Täler. Wie immer sind die Höhlen bis auf einige Malereien leer, aber diese hier waren wirklich interessant und haben meine Fantasie (ich liebe schließlich Enid-Blyton-Bücher und die Drei ???) großartig angeregt. Der Eintritt kostet 10 Lira und ist hier absolut gerechtfertigt!

Paşabağ Valley, Cappadocia

Paşabağ Valley

The fourth day was also my final day in Cappadocia and I took a long time for breakfast and checking out of the hotel. Then I drove to Paşabağ Valley where the rocks have a different, but very interesting shape. Especially this shape might be the explanation for why people think fairies live in the rocks. The valley is on the way to Zelve Open Air Museum, which consists of three valleys. Those were inhabited from about 9th century until 1952. Then they were thought to be too dangerous and the people were rehoused. There is a nice path through all the valleys. As before all the caves are empty except for some paintings, but these here were really interesting and tickled my fantasy (as I am a big fan of Enid Blyton novels and The Three Investigators). Admission is 10 Lira and here it is really justified!

Zelve Open Air Museum, Cappadocia

Zelve Open Air Museum

Von Zelve habe ich einen kurzen Abstecher ins Devrent Tal gemacht, das für besondere Felsformen berühmt ist. Einige erkennen in den Formen z.B. Darth Vader, man kommt eben für Fotos her.

From Zelve I took a short side trip to Devrent Valley, that is famous for its special rock shapes. Some people see Darth Vader in one of the rocks for instance. You only come here for photos.

Devrent Valley, Cappadocia

Devrent Valley

Den Rest des Tages habe ich mit einem kleinen Spaziergang und spätem Mittagessen in Avanos verbracht und meinem letzten großen Tipp: ich bin zur Sarıhan Karawanserei aus dem 13. Jahrhundert gefahren. Schon die Lage ist zauberhaft. Da liegt Sarıhan als einziges Gebäude am Rand der Fernverkehrsstraße, die die gleiche Route hat wie die früheren Handelsstraße. Für 3 Lira darf man das vor etwa dreißig Jahren restaurierte Gebäude erkunden. Es gibt dort auch Derwischvorführungen, aber dafür hatte ich keine Zeit mehr.

Avanos, Cappadocia

Avanos

I spent the rest of the day by walking through Avanos and having a late lunch there. My last hot tip: I went to Sarıhan Caravanserai from the 13th century. Even its location is enchanting. Sarıhan is the only building next to the highway, which takes the same route as the trading road centuries ago. For 3 Lira you may explore the caravanserai, which was restored about 30 years ago. There are also whirling dervish performances there, but I didn’t have enough time to stay.

Sarıhan, Cappadocia, Turkey

Sarıhan

Kurze Zusammenfassung

Unbedingt angucken solltet ihr:

  • Açıksaray (Offener Palast)
  • den Burgfelsen von Uçhisar
  • die unterirdische Stadt in Kaymaklı
  • das Ihlara-Tal
  • einen Sonnenaufgang über Kappadokien
  • Freilichtmuseum Göreme mit Karanlık Kilise
  • Soğanlı
  • Freilichtmuseum Zelve
  • Sarıhan Karawanserei

Short summary

These are the must-see sights:

  • Açıksaray (Open Palace)
  • Uçhisar Castle
  • underground city in Kaymaklı
  • Ihlara Valley
  • a sunrise over Cappadocia
  • Göreme Open Air Museum including Karanlık Kilise
  • Soğanlı
  • Zelve Open Air Museum
  • Sarıhan Caravanserai

© Janavar

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