Travel guide: Cappadocia, Part I

Ich habe einen Travel Guide für Kappadokien für euch zusammengestellt. Da er etwas lang geworden ist, kommt morgen der zweite Teil [hier].

Travel guide: Cappadocia, Part I

Ankunft & Mobilität

Ich bin direkt nach Nevşehir geflogen, weil der kleine Flughafen direkt in der Region liegt. Eine andere Möglichkeit ist es, nach Kayseri zu fliegen und dann nach Kappadokien zu fahren. Am Flughafen Nevşehir, der winzig klein ist – das Gepäck wird von Hand aus und zum Flughafen getragen – gibt es genau zwei Autovermietungen, weshalb ihr unbedingt ein Auto vorher reservieren müsst. Ich hatte eines bei Çapacı Rent A Car gemietet und war damit sehr zufrieden, zumal ich dort zum ersten Mal in der Türkei ein Auto mit vollem Tank bekommen habe (normalerweise haben die Autos einen leeren Tank und man gibt sie auch leer wieder ab). Etwa fünfhundert Meter vorm Flughafen gibt es die nächste Tankstelle. Die Straßen sind meistens sehr gut und relativ leer. Wie immer in der Türkei ist die Beschilderung eher dürftig, ein guter Orientierungssinn führt euch besser zu den Sehenswürdigkeiten. Wenn ihr kein Auto mieten wollt, bieten viele Hotels auch einen Abholservice vom Flughafen an – nehmt auf keinen Fall ein Taxi, die angegeben Preise waren unverschämt hoch. In Göreme, dem Hauptort Kappadokiens, kann man auch Fahrräder, Quads und Motorroller tageweise mieten.

Uçhisar Castle, Cappadocia

Uçhisar Castle

Schlafen

In den größeren Orten gibt es unzählige Hotels. Am bekanntesten ist Göreme, wo mitten im Ort die seltsam geformten Felsen mit Höhlen stehen. Ich habe im Family Cave Hotel übernachtet und war damit mehr als zu zufrieden. Das Hotel wurde erst im letzten Sommer eröffnet und die Höhlen sind modern aus Zement, dafür ist aber auch alles sauber und es gibt genügend Belüftung, damit sich kein Schimmel bildet. Im Hotel gibt es bisher nur drei Höhlen bzw. Zimmer und abgesehen vom sehr bequemen Bett ist das Bad mit Regendusche, Whirlpool-Badewanne und Hamam-Becken der Knaller.

Sehenswürdigkeiten

Day 1 Route Cappadocia

Day 1 Route

Am 1. Tag bin ich direkt vom Flughafen kommend zur Johanneskirche in Gülşehir gefahren. Für 5 Lira kann man die wunderschöne alte Kirche mit tollen Wandmalereien besichtigen. Außerdem laufen hier nur wenige Touristen herum. Ebenso am zweiten Punkt, dem Açıksaray (Offener Palast), wo man kostenlos einen riesigen Felskomplex  von Kirchen- und Wohnräumen der Byzantinischen Ära ansehen kann. Die Anlage hat gute Informationstafeln, die das Wichtigste erklären. Außerdem macht es Spaß, in die vielen Höhlen zu schauen und über Felsen zu klettern. Unbedingt zu empfehlen!

Mein nächster Stopp lag in Uçhisar, wo die Hauptattraktion neben vielen niedlichen “Feenkaminen” der Burgfelsen ist, von dessen Spitze man für 6,50 Lira (der Autoparkplatz kostet zusätzlich 2,50 Lira) weit auf die kappadokische Landschaft schauen kann. Dort gibt es auch viele kleine Cafés und Restaurants sowie Souvenirstände. Von Uçhisar ist es nur noch ein Katzensprung bis nach Göreme. Der Ort lässt sich perfekt zu Fuß erkunden. Dort gibt es sehr viele Läden.

Açıksaray in Gülşehir

Açıksaray in Gülşehir

Am zweiten Tag bin ich gleich nach dem Frühstück nach Kaymaklı gefahren, wo eine der berühmten unterirdischen Städte liegt. Wenn ihr Zeit habt, stoppt auf dem Weg an der Keşlik Monastery, für die der Eintritt 5 Lira kostet. Dafür gibt es schöne Überreste eines Klosters in den Tufffelsen zu sehen. Danach geht es dann unter die Erde: Für 20 Lira kann man in einem Teil des unterirdischen Systems aus Tunneln, Räumen und Luftschächten in Kaymaklı herumlaufen, in dem sich früher Christen vor Feinden versteckten. Hat mich etwas an “The Hunger Games” und Distrikt 13 erinnert. Auch in Derinkuyu kann man für ebenfalls 20 Lira eine unterirdische Stadt besichtigen. Ehrlich gesagt: eine reicht. Ich finde es schade, dass man in beiden Städten einfach nur durch leere Höhlen läuft. Es gibt überhaupt keine Informationstafeln oder, was ich persönlich bevorzugen würde, ein paar nachgebaute Höhleneinrichtungen, um nachvollziehen zu können, wie die Leute dort wirklich gelebt haben. Mit etwas Fantasie könnte man aus den Museen tolle Erlebnisstätten machen, die einen auch für die Türkei recht hohen Eintrittspreis von 20 Lira rechtfertigen. Der Unterschied zwischen beiden Orten ist eher oberirdisch: In Kaymaklı gibt es viele Souvenirhändler, die jeden Touristen anquatschen; in Derinkuyu gibt es echt creepy Männer, die mir zum Teil gefolgt sind und mir überhaupt nicht klar war, warum. Außerdem haben die Cafés dort riesige Tafeln und am Ende nichts zu essen gehabt. Ein weiterer Nachteil.

Day 2 Route, Cappadocia

Day 2 Route

Richtig richtig schön ist dann das Ihlara-Tal, das eine 15 km lange Schlucht mit vielen Felsenkirchen ist. Das Tal mit seiner wilden Natur ist einfach wundervoll und ich habe meinen Spaziergang dort total genossen. Aber beeilt euch besser mit einem Besuch: die türkische Regierung hat gerade erlaubt, dass das bisher naturbelassene Tal nun mit Cafés und somit Strom- und Wasserleitungen “bebaut” werden und dafür auch Bäume abgeholzt werden dürfen (hatte ich bereits letzte Woche auf meiner Facebookseite gepostet). Ich bin nur durch einen kleinen Teil der Schlucht gelaufen, aber man kann sich dort so lange aufhalten, wie man möchte oder es die Zeit erlaubt. Ich habe übrigens in Belisırma geparkt, weil das ein Dorf an der Mitte des Tals ist. Leider muss man dafür sehr sehr viele sehr sehr steile Serpentinen hinunterfahren und hinterher wieder nach oben. Anfahren am Berg konnte ich so sehr oft üben …

Underground City, Kaymakl, Derinkuyu, Cappadocia

Underground City

I wrote a travel guide about Cappadocia for you. Since it is a bit long, the second part is going to be posted tomorrow [here].

Arriving and mobility

I flew directly to Nevşehir because the airport directly belongs to the region of Cappadocia. It is also possible to fly to Kayseri and then go to Cappadocia. At the tiny airport in Nevşehir – they even carry the luggage by hand from and to the airplanes – there are only two car rental companies which is why you must reserve a car beforehand. I had rented a car at Çapacı Rent A Car and was very happy. It was even the first time in Turkey that I got a tankful car (usually the cars’ tanks are empty and you return them empty). The closest gas station is about 500m from the airport away. Most roads were really good and pretty empty. Like everywhere in Turkey there are very few signposts. So you rather find the sights with the help of your hopefully good sense of direction. If you don’t want to rent a car, most hotels offer a service to pick you up from the airport – in any case never take a cab, the prices there were tremendously high. In Göreme, Cappadocia’s main village, you can rent bikes, quad bikes and scooters on a daily basis.

Sleeping

In the bigger villages there are many hotels to choose from. Göreme, where the strange rock formations with the caves are even in the village center, is the most known one. I stayed in Family Cave Hotel and was more than happy there. The hotel only opened last summer and thus there are modern caves built from cement, that are clean and also have a proper ventilation which prevents mould. So far the hotel only consists of three caves or rooms, resp., and besides the really comfortable bed, the bathroom with its rain shower, whirlpool bath and hamam sink is the real highlight.

Ihlara Valley, Cappadocia

Ihlara Valley

Sights

On day 1 I went directly from the airport to St. Jean’s Church in Gülşehir. For 5 Lira you can visit the beautiful old church with its great mural paintings. Besides, only few tourists come here. The same applies to Açıksaray (Open Palace) where you can see a huge rock complex consisting of church and living rooms from the Byzantine Era. There are really good information boards that explain the most important things. Also it is great fun to look into all those caves and climb the rocks. Highly recommended!

My next stop was Uçhisar, where the castle is the main attraction besides the many cute fairy chimneys. From the top you have a wonderful view down at the Cappadocian landscape. A ticket coasts 6.50 Lira, parking another 2.50 Lira. There are also many little cafes, restaurants and souvenir booths. Göreme is only a stone’s throw from Uçhisar. It’s best to explore that village on foot. There are also many shops there.

Mural painting in one of the many churches in Ihlara Valley, Cappadocia

Mural painting in one of the many churches in Ihlara Valley

On day 2 straight after breakfast I went to Kaymaklı where one of the many famous underground cities lies. If you have enough time, stop on the way at Keşlik Monastery. The entrance fee is 5 Lira, for which you can see beautiful remnants of a monastery in several tuff rocks. Afterwards you go underground: for 20 Lira one can walk in a part of an underground system of tunnels, rooms and air shafts in which a long time ago Christians hid from enemies. It reminded me a bit of “The Hunger Games” and District 13. In Derinkuyu you can visit another underground city also for 20 Lira. To be honest: one is enough. It’s a pity that in both places you only walk through empty caves. There aren’t any information boards at all or, something I myself would prefer, some recreated cave installations. They would help to learn how people really lived down there. With a bit of fantasy those museums could become great places, that would also justify the entrance fee of 20 Lira, which for Turkish standards is pretty high. The main difference between the two sites is to be found above ground: in Kaymaklı there are many souvenir dealers who chat up every tourist; in Derinkuyu there are really creepy men, some of whom even followed me and I didn’t understand why. Besides, cafes there have giant menus outside, but in the end were out of food. Another disadvantage.

Finally, Ihlara Valley, a 15km long canyon full of rock-hewn churches, is really beautiful. The valley with its mainly wild nature is so wonderful and I totally enjoyed my walk there. But hurry up: the Turkish government has just allowed cafes as well as power and water lines to be built and trees to be cut in the so far untouched valley (I already talked about this on my Facebook page last week). I only walked through a small part of the canyon, but you can stay there as long as you want to or your time allows. By the way, I parked my car in Belisırma because this village is at the edge of about the middle of the valley. Unfortunately, to get there you have to drive down many very very steep serpentines and afterwards back up. I thus was practising many many hill starts …

Cappadocia

© Janavar

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2 Responses to “Travel guide: Cappadocia, Part I”

  1. May 21, 2015 at 8:52 am #
    Also ich kann mir schon vorstellen, warum Dir "creepy" Männer folgen könnten, und dabei wird mir direkt etwas mulmig. Glücklicherweise bist Du ja wieder raus aus den Höhlen...
    • May 21, 2015 at 9:06 pm #
      Ja, das passiert leider in Istanbul auch oft. Türkische Frauen werden dabei aber auch nicht ausgelassen. Das ist hier einfach ein generelles Problem :-(

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