Kochbuchmittwoch: Pfeffersteak

Was mir am meisten an türkischen Gerichten fehlt, ist die Soße. Wie gut schmeckt ein “deutscher” Döner mit den leckeren Sößchen und dann bekommt man in der Türkei nur so trockene Dinger, in denen höchstens das Fett läuft. Immerhin Salat gibt es manchmal mit einem leckeren Dressing aus Olivenöl und Granatapfelessig. Und dann habe ich auch noch den Lieblingsmenschen, der sich bei jeder Soße beschwert, dass sie vollkommen unnötig und ungesund ist. Gleichzeitig schaufelt er sich aber ganze Jogurtberge auf den Teller – denn Türken essen zu fast jedem Essen Jogurt.

Doch wenn die Soße nicht zu mir kommt, muss ich sie einfach selbst kochen. Deshalb habe ich neulich, als wir schöne Steaks gekauft hatten, extra ein entsprechendes Rezept gesucht. Die französische Küche hat mich nicht enttäuscht und im gleichnamigen Rezeptheft von Anne Wilson habe ich ein einfaches, aber leckeres “Pfeffersteak” gefunden.

Gut, das Rezept musste ich noch etwas abändern, nachdem ich in der Alkoholabteilung meines Lieblingssupermarktes keinen Sherry oder Cognac finden konnte. In Sachen Alkohol hinkt die Türkei einfach stark hinterher, im Moment ja sowieso noch mehr, seit die Regierung meint, dass Alkohol so weit wie möglich verboten werden solle – alle sollten lieber Ayran (= ein Jogurt-Wasser-Getränk) trinken. Immerhin gibt es aber noch viele Wein- und Rakiflaschen im Regal und ich habe mich schließlich für trockenen Weißwein fürs Sößchen entschieden – ich glaube, der Anisgeschmack von Raki schmeckt so gar nicht französisch.

Weil ich neben Soße auch Kartoffeln liebe, habe ich zu den Steaks Kartoffeln mit Thymian bestreut und sie im Backofen gebacken. Als “Gemüse” habe ich eine Zwiebel halbiert und am Ende auch einfach in der Soße mitgekocht.

Für vier Portionen:

1. Erhitzt 50 g Butter und lasst darin eine zerdrückte Knoblauchzehe sowie 1 gehackte Zwiebel glasig werden. Bratet danach vier Steaks an, nehmt sie danach aus der Pfanne und stellt sie beiseite.

2. Stäubt 3 EL Mehl in die Pfanne und bräunt es an.

3. Gießt 60 ml trockenen Weißwein dazu sowie 250 ml Rinderbrühe dazu und kocht alles auf. Nach 5 Min. rührt ihr 150 ml Sahne und 2 EL Pfefferkörner ein.

4. Gebt die Steaks in die Soße und gart sie für weitere 10 Minuten.

© janavar

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8 Responses to “Kochbuchmittwoch: Pfeffersteak”

  1. July 10, 2013 at 9:33 am #
    Yummi, sehr lecker :-D
    • July 10, 2013 at 6:52 pm #
      Ja, war es ... leider essen wir immer alles viel zu schnell auf ;-)
  2. July 10, 2013 at 7:43 pm #
    hmmm ... bis punkt 4 alles soweit gut, bloss "das fleisch 10 minuten in der sosse garen" könnte etwas zuviel des guten sein ... es sei denn man mag es doppelt durch ... slm
    • July 22, 2013 at 10:28 am #
      Das hängt wirklich vom persönlichen Geschmack ab. Durch das Mitgaren nimmt das Fleisch aber so schön das Pfefferaroma an :-)

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    July 13, 2013 at 3:24 pm #
    Muß ich ausprobieren!!!!
    • July 22, 2013 at 10:29 am #
      Hast du's schon ausprobiert? :-)
  4. July 15, 2013 at 8:07 pm #
    Klingt sehr lecker! Und ich verstehe Dich voll und ganz, Hier in bella Italia ertrinkt alles in Tomatensauce. Ich muss mir auch mal wieder etwas Fleischiges mit einer ganz normalen Sauce zubereiten.
    • July 22, 2013 at 10:29 am #
      Immerhin haben die Italiener Saucen! *Neid*

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