Immer wieder sonntags #76

“Manche Dinge können klein und doch wie ein Leuchtturm sein.
Kaum zu hören und doch Sirenen, die alles übertönen.
Wie der Sinn zwischen den Zeilen, so kannst du manchmal sein.”

Diese tollen Zeilen stammen von KAIND. Eigentlich wollte ich gestern Abend längst schlafen gehen, als ich plötzlich im Radio sein Lied “Leuchtturm” gehört habe (habe es ganz unten verlinkt). Seitdem läuft der Song bei mir auf und ab, denn schon lange hat mich keiner so gefesselt. Ich habe Lieder, die mich an bestimmte Personen oder Ereignisse erinnern. Dieses ist nun eines davon. Denn es gibt viele kleine Dinge, die laut sind. Der Kater zum Beispiel kann das sehr gut. Aber es gibt auch tausend andere dieser Sachen in meinem Leben und nur weil ich nicht darüber rede, heißt das nicht, dass sie nicht da sind oder ich sie etwa gar nicht wahrnehme. Und nur weil ich nicht darüber rede, heißt das nicht, dass sie nicht wichtig sind. Tatsächlich rede ich am allerwenigsten über die Dinge, die mir am wichtigsten sind. Und manchmal bin ich auch ganz froh, dass die meisten um mich herum nicht zwischen den Zeilen lesen können.

|Gesehen| Natürlich Blond 1 & 2
|Gelesen| Dear life, US Glamour
|Gehört| n-joy, KAIND
|Getan| gearbeitet, im US-Konsulat für mein Visum gewesen, am Wochenende relaxed
|Gegessen| Pasta, Burger, Salat
|Getrunken| Wasser, Kaffee, schwarzen Tee
|Gedacht| Entweder klappt gar nichts oder alles auf einmal.
|Gefreut| als der Kater endlich nach Hause kam, als ich mein Visum bekam
|Gelacht| erst seit gestern früh wieder
|Gewünscht| den Kater zurück
|Gekauft| dieses geile Paar Highheels, das ich schon seit Wochen anschmachtete; billige Ohrringe
|Geklickt| Blogs, Snapchat, Pinterest, US-Konsulatsseiten

“Some things may be small, but still like a lighthouse.
Difficult to hear, but still sirens louder than everything else.
Like the meaning between the lines, that’s how you are sometimes.”

These great verses are from KAIND. I had actually long wanted to go to bed last night when I heard his song “Leuchtturm” (Lighthouse) on the radio (see below). Since then I’ve put the song on repeat because for a long time no song had attracted my attention like this one. I have a list of songs that remind me of a certain person or event. This now is one of them. Because there are many small things which are very loud. My cat for instance. But there also are a thousand other things like these in my life and only because I don’t talk about them doesn’t mean they don’t exist or I maybe wouldn’t even notice them. And just because I don’t talk about them doesn’t mean they are not important. In fact, I least of all talk about the things that are most important to me. And sometimes I am even glad that most people around me cannot read between the lines.

|Watched| Legally blonde 1 & 2
|Read| Dear life, US Glamour
|Listened to| n-joy Radio, KAIND
|Done| worked, went to the US consulate for my visa, relaxed the whole weekend long
|Eaten| pasta, burger, salad
|Drunk| water, coffee, black tea
|Thought| Either nothing works out at all or all at once.
|Been glad| when the cat came back home, when I got my visa
|Laughed| only since yesterday morning
|Desired| to have my cat back
|Bought| this awesome pair of highheels that I had drooled over for weeks; cheap earrings
|Clicked| blogs, Snapchat, Pinterest, websites of the US consulate

© Janavar

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5 Responses to “Immer wieder sonntags #76”

  1. April 21, 2015 at 1:21 am #
    So jetzt bin ich wieder up to date :) Da steht dir eine aufregende Zeit bevor. In nächster Zeit bin ich ein paar Tage in Toronto und da dachte ich, dass liegt ja "in der Nähe" von Boston ... aber Pustekuchen - es sind so ca 900 km. Tja in Nordamerika sind das andere Enffernungen als in Deutschland. Ich wünsche dir noch eine schöne Zeit in der Türkei und freue mich schon auf die ersten Berichte aus Boston und co. :) Grüße Myriam
    • April 24, 2015 at 9:09 pm #
      Ja, ich dachte auch, dass wenigstens Boston und New York direkt um die Ecke liegen, aber das sind doch vier Stunden Fahrt.

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    April 21, 2015 at 9:06 am #
    Also erst mal muss ich mich melden, weil du mich vor Kurzem auf Instagram getagged hast, was mich total gefreut hat. Leider war ich aber offensichtlich sogar überfordert, korrekt zu antworten. :) Das nächste Mal... Ich muss dazu sagen, dass ich bisher ja noch nie auf Instagram gepostet habe, weil ich da nur wegen dir gelandet bin. Manchmal fühle ich mich wie ein Stalker. Das Internet ist doch schon ein wenig gruselig. Oder? Ich fand deinen Post und das Lied richtig toll! Es ist schon wichtig, dass nicht Jeder zwischen den Zeilen lesen kann, aber noch wichtiger ist, dass es ein paar Menschen gibt, die es können. Das geschriebene Wort ist sehr oberflächlich, man muss Tonfall, Betonung, aber auch Mimik und Gestik vermuten und interpretieren. Gepaart mit der eigenen Stimmung kann das zu einer völlig missverständlichen Kommunikation führen. Was ich aber eigentlich damit sagen will: Ich mag wie du schreibst. Es ist, als würde mir eine Freundin einen Brief schreiben. Es fühlt sich nah und echt an. Man "hört" in deinen Worten deine Begeisterung, deine Freude, deinen Genuss, deine Sorge, aber auch mal deinen Unmut. Ich kann das richtig gut leiden.
    • April 24, 2015 at 9:12 pm #
      Danke, liebe Susanna! Das ist kein Problem, du darfst gerne weiter "stalken". Bisher habe ich dich noch gar nicht als Stalker empfunden :-D
  3. April 30, 2015 at 3:49 pm #
    Es sind die kleinen Dinge, die das Leben erst gut machen und dein Post hat mich daran erinnert, sie auch wirklich zu schätzen!

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