I am a New Yorker

Yes, I am. Definitely! Warum sonst fragen mich die Leute auf der Straße nach dem Weg zu dem und dem? Oder machen mir Komplimente?

Alles übrigens erst seit Montag, seitdem ich meine neuen Shopaholic-Produkte der Welt präsentiere. Offenbar ist meine neue Mütze der absolute Knaller. Die meisten sagen, dass sie sie liiiiieeeeeeben. Der Mantel ist aber auch plötzlich in der neuen Kombination beliebt. Die Schuhe sowieso: “Those are the funkiest shoes I’ve seen today.”

Am Montag hatte ich statt der Jeans übrigens die Beinwärmer zum Minirock an, was alles noch ein wenig “funkier” aussah. Als ich durch “Barnes & Nobles”, eine Buchladenkette mit riesigen Läden, spaziert bin, sprach mich ein Typ an wegen meiner Mütze. Irgendwie kamen wir dann kurz ins Gespräch und es dauerte etwa drei Minuten,  bis er begriffen hatte, dass ich nicht eine Deutsche war, die nun in New York lebt, sondern “nur” Touristin. Das hat mich unglaublich stolz gemacht. Mit Blick auf meine Handtasche meinte er, ich könne mich gut anziehen. Offenbar kennt er sich mit Handtaschen aus, allerdings nicht mit der Welt. Er hatte keine Ahnung, dass Istanbul in der Türkei liegt, und ich glaube, er wusste auch nicht, in welchem Teil der Welt sie sich überhaupt befinden. Dafür habe ich dann gleich noch ein Kompliment bekommen, wie gut ich mich in Geographie und Wirtschaft auskenne. Mittlerweile waren wir nämlich schon bei der europäischen und amerikanischen Wirtschaft und vor allem deutschen Autos gelandet. Er war Zahnarzt, was in den USA aber offenbar nicht mit einem großen Allgemeinwissen gleichzusetzen ist. Nett war er trotzdem, obwohl ich ihm relativ schnell erklärt habe, dass ich zwar alleine in New York sei, aber nur weil mein Freund arbeiten müsse. Am Ende gab er mir noch Essenstipps.

Die amerikanischen Männer finde ich übrigens wenig attraktiv oder ich laufe einfach an den falschen Orten herum. Nur die meisten erscheinen mir ziemlich klein und viele sind sowieso übergewichtig. Außerdem sind sie, abgesehen von dem netten Zahnarzt, recht aufdringlich, besonders wenn ich allein in einem Restaurant sitze. Nein, ich möchte nicht, dass du an meinen Tisch wechselst. Nein, ich möchte nicht, dass du an meinen Tisch wechselst und mich dann nachher mit auf eine Party nimmst. Nein, ich möchte auch nicht, dass du mir in den nächsten Tagen die Stadt zeigst. Ein Pluspunkt ist allerdings, dass sie ein Nein als auch nein verstehen.

Trotzdem macht New York weiter viel Spaß, übermorgen Nacht fliege ich auch schon zurück nach Istanbul.

Gestern Abend auf dem Weg ins Hotel war dann noch Folgendes: ich stand an einer Ampel, neben mir stand eine kleine, schmale Frau auf sehr hohen, hübschen, glitzernden Highheels, mit einem langen Mantel, halben Handschuhen (die Fingerspitzen haben herausgeguckt), einer Chanel-Handtasche und einer Mütze, die tief ins Gesicht gezogen war. Die Frau fiel einfach auf, als sie versuchte, ein Taxi anzuhalten. Als es ihr endlich gelang, konnte ich kurz sehen, dass sie dicke, blonde Locken hatte und ihr Gesicht recht spitz war. Ich kann es leider nicht definitiv sagen, weil die Mütze zu viel verdeckt hat, aber sie sah mir schon sehr wie Sarah Jessica Parker (aka Carrie Bradshaw) aus. Hach ….!

So sieht offenbar eine New Yorkerin aus, die Fotos sind in einer Umkleidekabine entstanden, weil es gestern einfach zu kalt war, um sich draußen länger als fünf Minuten aufzuhalten:

Mütze: Aldo
Schal: vom Basar in Bursa (Türkei)
Mantel: Primark (vom letzten Sommer)
Jeans: Mango
Schuhe: Adidas
Tasche: Marc by Marc Jacobs

© janavar

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