Billanz nach zwei Monaten

Vor acht Wochen, ganz genau am 16. September, flog ich mit zwei Koffern nach Istanbul. Seitdem lebe ich in einer wunderschönen großen Wohnung direkt im Zentrum Europas, nahe am Taksim-Platz, und arbeite in der Altstadt.Seit zwei Monaten teile ich meine Wohnung mit einem Tisch, vier Stühlen und einer aufblasbaren Gästematratze. Meine Sachen warten weiterhin am Zoll auf mich, aber das ist eine lange Geschichte. Immerhin habe ich seit Donnerstag endlich Internet und Telefon in der Wohnung.Istanbul ist spannend, aufregend, sich ständig verändernd, einfach lebendig. Es gibt so vieles zu berichten – von Bosporustouren bei Nacht und Shoppingexzessen am Tag; von interessanten Menschen, empfindlichen Nachbarn und einem analphabetischen Hausmeister; von moppeligen Eichhörnchen und faulen Katzen.

In meinen ersten zwei Monaten hier erlebte ich ein deutlich spürbares Erdbeben, ein Bombenattentat direkt bei mir um die Ecke, viele Besuche und langes Warten bei der Ausländerbehörde, Ausflüge nach Tarabya und Yedigöller, leckeres Essen in Massen, einen erfolglosen Versuch Fisch zu kaufen, lange Nächte in einem Balkanpop-Club, zwei Kinobesuche, das Erkunden einiger Einkaufszentren, Probleme beim Bezahlen der Wasserrechnung, einen sich älterschummelnden Mann und schließlich auch das absolute Glücksgefühl, in dieser Wahnsinnsmetropole zu leben.

Wie werden erst die nächsten Jahre hier werden?

© janavar (7. November 2010)

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